Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Wettstreit der Kliniken: Sana investiert 40 Millionen Euro
Lokales Lübeck Wettstreit der Kliniken: Sana investiert 40 Millionen Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:27 15.01.2016
Auf der hinteren Grünfläche sollen die Anbauten stehen — Geschäftsführer Klaus Abel gestattet einen Blick in die Planungsskizze. Quelle: Fotos: Maxwitat

Er nennt sich „baulicher Masterplan für das UKSH der Zukunft“ und wird nun seit dem vergangenen Sommer umgesetzt, was einige Jahre dauern wird. Aber der große Konkurrent unter den Kliniken schläft nicht — auch die Sana- Klinik an der Kronsforder Allee kündigt jetzt weitere millionenschwere Investitionen an, um Schritt halten zu können. So ist für 2017 und 2018 der Bau zweier weiterer Gebäudeflügel mit je 120 Patientenbetten geplant; die Investitionskosten sind bisher mit rund 40 Millionen Euro angesetzt.

„Sicherlich wollen wir mit der Uniklinik auf gleicher Höhe bleiben, aber das Vorhaben ist ja nur eine Fortsetzung unseres Modernisierungsweges seit 2009“, erklärt Sana-Geschäftsführer Klaus Abel.

Zudem sei eine Kapazitätserweiterung absolut sinnvoll, da das Krankenhaus in den beiden zurückliegenden Jahren „aufgrund der sehr guten Resonanz auf unser breites medizinisches Angebotsspektrum eine positive Leistungsentwicklung“ genommen habe. „Wir haben auf einmal Platzprobleme, da unser Haus auf allen drei Etagen, auf denen wir die bettenführenden Bereiche haben, ausgelastet ist“, bilanziert Abel.

Eine rege Bautätigkeit ist schon jetzt auf dem Gelände vor dem Haupteingang zu sehen. Denn vor inzwischen neun Monaten erfolgte hier bereits der Spatenstich für den kubischen Neubau der Intensivstation mit 22 Betten. „Wir kommen hervorragend voran, so dass wir bereits vor drei Monaten die Ministerin zur Einweihung am 2. September eingeladen haben“, blickt Abel voraus. Danach erfolge noch der Innenausbau der alten Intensivstation zum OP-Wartebereich bis voraussichtlich Ende 2017, bevor schließlich die neue bauliche Erweiterung in Angriff genommen werde.

Wie zwei Kämme ragen die vorgesehenen Anbauten in die Grünfläche hinein — das ergibt der Blick auf die Planungsskizze. „Im März 2015 haben wir uns erstmals mit den Chefärzten diesbezüglich zusammengesetzt und uns so unsere Gedanken gemacht. Es wurde auch ein kompletter Neubau als Ersatz für das über 30 Jahre alte Gebäude diskutiert“, sagt Abel. Dies sei aber finanziell nicht darstellbar, da müsse man von Gesamtkosten in Höhe von 160 Millionen Euro ausgehen.

Und trotz seines Alters würden für den Altbau die solide Bausubstanz sowie die gut überlegte räumliche Anordnung sprechen. „Hinsichtlich der Ablaufprozesse im klinischen Alltag kann ein neues Krankenhausgebäude nicht besser sein“, betont der Geschäftsführer. Summa summarum könne durch das Vorhaben die Bettenkapazität um ein Viertel aufgestockt werden — von momentan rund 400 Betten auf über 500. „Da wir im Altbau einige Zimmer zu Funktions- oder Untersuchungsräumen umwidmen werden, kommen die neuen 240 Betten also nicht on top“, erläutert Abel.

Durch die ab 2019 hinzugewonnenen Gebäudeflügel seien weitere Spezialisierungen im Leistungsspektrum möglich — „im operativen Bereich wie in der konservativen Medizin“. Zudem sei man immer für interessante Gedanken und Ideen offen — „Ärzte, die sich Weiterentwicklungen vorstellen können, dürfen gerne auf uns zukommen“, kommentiert der Geschäftsführer. Konkreter scheinen schon die Pläne für eine eigene geriatrische Abteilung zu sein. „Hier sind wir seit geraumer Zeit in intensiven Gesprächen mit dem DRK-Geriatriezentrum Marli, mit dem wir uns sehr gut eine enge Kooperation vorstellen können“, verrät Klaus Abel. Auch der Umzug der bisherigen Palliativstation in den Neubau ist vorgesehen. „Sowohl für die Patienten als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter planen wir also eine Sana-Klinik der Zukunft“, fasst er zusammen.

Die bauliche Entwicklung über zehn Jahre
2009 hat Sana in einem ersten Schritt — Kosten 13,8 Millionen Euro — mit der Modernisierung des Hauptgebäudes begonnen. Es war 1984 von der Stadt als Neubau errichtet worden, damals noch als städtisches Krankenhaus Süd. 2002 hatte die Bürgerschaft jedoch den Verkauf an den Sana-Konzern beschlossen.
2015begann der zweite Modernisierungsschritt. Für 10,5 Millionen Euro entsteht eine neue Intensivstation; zudem wird der OP-Vorbereitungsbereich erneuert.
2017 und 2018 werden zwei weitere Gebäudeflügel angebaut. 2019 könnte Einzug sein.

Michael Hollinde

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Große Unterstützung von Hochschulen, Wirtschaft, Gastgewerbe und Tourismus für das Veranstaltungshaus.

15.01.2016

Der Punkt geht an Hollesen.

15.01.2016

Die Begeisterung ist groß: Schlittschuhlaufen auf dem Markt — und das bis zum 21.

15.01.2016
Anzeige