Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Wie Schüler besser lernen
Lokales Lübeck Wie Schüler besser lernen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:15 24.10.2013
Experte Martin Korte gibt Tipps, wie man das Gehirn besser nutzt. Quelle: Pump
Lübeck

Wie funktioniert unser Gehirn, und wie lernen wir in unserer multimedialen Welt? Diese und andere Fragen beantwortete der Hirnforscher und Lernexperte Prof. Dr. Martin Korte gestern bei seinem Vortrag vor rund 120 Schülern und Auszubildenden in den Media Docks. Zu der vierten und letzten Auflage der Reihe „Von den Besten lernen“ hatte die LN-Akademie in Kooperation mit der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein eingeladen.

Gleich zu Beginn zeigte Korte anhand eines simplen Zahlenspiels, dass zum Beispiel Affen bei der Ausnutzung des Kurzzeitgedächtnisses den Menschen deutlich überlegen sind. Sie lassen sich nicht ablenken, rekonstruieren eine Zahlenreihe, die sie kurz auf dem Bildschirm gesehen haben, viel schneller und mit weniger Fehlern als menschliche Testpersonen. „Unser Arbeitsspeicher versagt, weil wir uns beim Lernen zu sehr mit anderen Dingen beschäftigen“, sagt Korte. „Google, Telefon, Whats App, Schulbuch, Musik — da kommt unser Gehirn schnell an seine Grenzen.“ Nur langsam würde sich unser Kopf in Richtung Google-Gehirn entwickeln.

Seinen jungen Zuhörern rät Korte, sich beim Lernen von überflüssigen Dingen zu trennen. Außerdem sei es sinnvoll, die Hausaufgaben Fach für Fach abzuarbeiten, sich Pausen zu gönnen und einen festen Arbeitsplatz zu wählen. Eine gesunde Ernährung, Bewegung, viel Wasser und Sauerstoff fördern die Leistungsfähigkeit unserer Denkzentrale. „Das menschliche Gehirn macht nur zwei Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht aber 20 Prozent des Sauerstoffs“, berichtet der Hirnforscher.

Richtig angestellt würde unser Gehirn einen wahren Motivations-Cocktail ausstoßen, der die Leistungsfähigkeit deutlich steigere. So sollte man sich klare Ziele setzen, sich motivieren, sein Wissen sortieren, Assoziationen nutzen und Bilder zu dem Gelernten erzeugen, rät Korte. „Wer die Zusammenhänge hinterfragt und versteht, kann sein Wissen über einen längeren Zeitraum abrufen.“ Fehler seien erlaubt, weil man aus ihnen lerne. Und auch die persönliche Wertschätzung und soziale Anerkennung trage zum besseren Lernen bei.

„Ich werde in Zukunft mein Handy während der Schularbeiten aus dem Zimmer verbannen“, hat sich Fynn Speil nach dem Vortrag vorgenommen.

hp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Büste des Schriftsteller steht wieder vor dem Gymnasium. Sie war 2010 verschwunden.

24.10.2013

Lübecker Dekra-Akademie entwickelt Motor- und Getriebe-Modell für die Holstentor-Gemeinschaftsschule.

24.10.2013

Seit gestern gibt es den 35. Band zu kaufen, das erste Heft ohne Zeichner Uderzo.

24.10.2013