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Lübeck Wieder Baustelle: Fahrspuren am Lindenteller zu schmal?
Lokales Lübeck Wieder Baustelle: Fahrspuren am Lindenteller zu schmal?
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17:07 24.10.2017
Die Baufirma aus Schwerin muss noch einmal ran: Nun wird die Mittelinsel verkleinert und die Fahrbahn verbreitert. Quelle: Fotos: Holger Kröger
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Lübeck

Der Anblick kommt einem irgendwie verdächtig bekannt vor: Rot-weiß-gestreifte Baken sperren die linke Fahrspur der Fackenburger Allee ab. Daneben steht ein Schaufellader. Männer in orangefarbenen Westen arbeiten stetig vor sich hin. Hinter ihnen staut sich der Verkehr bis zur Ziegelstraße.

Denn der Lindenteller ist ohnehin schon ein Nadelöhr. Die einspurige Führung aus Richtung Stockelsdorf kommend verschärft die Situation gerade zu den Hauptverkehrszeiten enorm. „Bis zum 27. Oktober wird an der Verkehrsinsel vor dem Lindenplatz aus Richtung Fackenburger Allee kommend gearbeitet“, hieß es bereits in der vergangenen Woche vom Presseamt der Stadt.

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Die Baufirma aus Schwerin muss noch einmal ran: Nun wird die Mittelinsel verkleinert und die Fahrbahn verbreitert.

Doch warum die Baufirma aus Schwerin ein zweites Mal anrücken musste, darüber schwieg die Stadt. Denn der Grund soll prekär sein: Bei den Bauarbeiten im Sommer wurde neben den Fahrspuren im Kreisel auch die Radwegführung erneuert. „In alten Plänen war die Insel falsch eingezeichnet. Das ist aber erst aufgefallen, als alles fertig war“, erzählen Mitarbeiter der Baufirma. Die Mittelinsel soll auf den Plänen von der Fackenburger Allee aus gesehen weiter links eingezeichnet gewesen sein. Tatsächlich soll sie aber soweit rechts sein, dass nun die beiden Fahrstreifen zu schmal sind. Insgesamt sind es derzeit 6,40 Meter. Sieben Meter sollten es aber eigentlich sein, zumindest laut den Plänen der Stadt. „In der Praxis hat sich herausgestellt, dass größere Fahrzeuge nicht nebeneinander fahren können. Einer muss dann immer auf den Bordstein ausweichen“, sagen die Mitarbeiter der Baufirma. Die Lösung: Die Verkehrsinsel wird einfach verkleinert – um eben die 60 fehlenden Zentimeter.

Die Steine müssen hoch, der Boden asphaltiert werden. „Wenn das Wetter es zulässt, dann wird es bis Ende dieser Woche etwas“, sagen die Mitarbeiter der Baufirma.

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Die Stadt bewertet das Ganze anders. „Die Breite der Fahrbahnen im Bereich der Einfahrt aus der Fackenburger Allee in den Lindenplatz ist ausreichend breit bemessen“, sagt die stellvertretende Sprecherin Valessa Glisovic. Derzeit versetze man lediglich den Bordstein der Mittelinsel. Die Fahrbahnbreite wird dann zwar auf sieben Meter verbreitert. „Allerdings geschieht diese Ausweitung lediglich in den Einfahrbereich Kreisverkehr Lindenplatz“, so Glisovic weiter. Hintergrund sei eine Untersuchung der Fahrdynamik, die gezeigt habe, dass einige Verkehrsteilnehmer mit ihren Kraftfahrzeugen den Bordstein berührten. „Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die Maßnahme nicht im Zusammenhang mit den im Sommer ausgeführten Arbeiten steht. Die Verkehrsinsel, auf der aktuell gearbeitet wird, war von der Maßnahme im Sommer nicht betroffen“, erklärt Glisovic.

An vier Wochenenden wurde der Platz auf 5650 Quadratmetern saniert. Auf beiden Spuren wurde der Asphalt erneuert, auch die Hansestraße wurde bis Höhe Kreuzweg saniert. Um den Lindenteller auch für Radfahrer zu entschärfen, wurden zudem die Radwege von der Fackenburger Allee, der Konrad-Adenauer-Straße und der Hansestraße umgebaut. 540000 Euro kostete die gesamte Maßnahme. Was der Umbau der Mittelinsel kostet, konnte die Stadt gestern nicht mitteilen. Grundsätzlich gilt: Zweistreifige Hauptverkehrsstraßen sollen laut der Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen zwischen 5,50 und 7,50 Meter breit sein. Im Regelfall und bei Linienbusverkehr 6,50 Meter. Bei großer Begegnungshäufigkeit des Bus- oder Lkw-Verkehrs wird sogar eine Breite von sieben Metern empfohlen.

 Von Maike Wegner

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