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Lübeck „Wild Life“, perfekt organisiert
Lokales Lübeck „Wild Life“, perfekt organisiert
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20:22 15.10.2016
Wollen ein gigantisches Festival bieten: DJ Alexander Kuck („Beatfighterz“, v. l.), Mikel Wardenga und Eske Langwald. Quelle: Fotos: Roeßler (2), Malzahn

Innenstadt. Sie haben wochenlang gehämmert, gesägt und geschraubt, haben verhandelt mit DJs, das Ticketing optimiert und die sonstigen Vorbereitungen getroffen für die Zweitauflage ihres Festivals: die Jungs der Eventagentur „Brainchildz“, die mit ihrem „Krawall Festival“ der elektronischen Musik zwar insgesamt in die fünfte Runde geht. Doch erst zum zweiten Mal findet es in der Größenordnung statt. „Letztes Jahr“, sagt Veranstaltungskaufmann Mikel Wardenga (26), der seine Ausbildung in der MuK absolviert hat, „hatten wir rund 2200 Besucher“ – kommenden Sonnabend könnten es bis zu 3500 werden.

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Bei ihrer Premiere in der Musik- und Kongresshalle im vergangenen Jahr machten ihnen noch die Folgen der Konzertsaal-Schließung zu schaffen – Jetzt kann das „Krawall Music Festival“ in Ruhe vorbereitet werden.

Elektronische Musik auf zwei Stages – einmal etwas mainstreamiger, einmal etwas härter – scheint die Massen anzuziehen, denn die Fans kommen keineswegs nur aus Lübeck und der unmittelbaren Umgebung, sondern aus dem gesamten norddeutschen Raum. Zum zweiten Mal als Besucher dabei ist am nächsten Wochenende der Hamburger Maximilian Schaefer (22). „Die MuK ist eine coole Location“, sagt er, außerdem lockt ihn die „Stimmung und die Musikrichtung Hardstyle“ von der Elbe an die Trave. Gibt es im größeren Hamburg keine derartigen Events? Nein, sagt Maximilian, und die „Brainchildz“-Jungs samt DJ Esla (22) stimmen zu. In Hamburg gebe es eher kleine Clubs, aber solche großen Festivals wie das „Krawall“ seien „immer Sonderveranstaltungen – Events, die mit viel Liebe und ewig langer Vorbereitung geschaffen werden“, sagt der DJ, der mit bürgerlichem Namen Eske Langwald heißt. „Wir haben nicht nur die Musik da, sondern bieten unter dem jeweiligen Motto auch das ganze Drumherum – und das alles selbstgemacht“, so Mikel Wardenga.

Auch wenn der Vergleich angesichts der Größe und Bekanntheit vielleicht nicht hundertprozentig passend ist: Ein bisschen sei ihr Festival wie das belgische „Tomorrowland“ der elektronischen Musik.

Die Mainstage in der MuK ist dieses Jahr nochmal eine Ecke größer als im Vorjahr, an der Bühnengestaltung gemäß dem Motto „Wild Life“ habe das Team lange gefeilt, das Line-up sei super und warte mit international bekannten DJs wie Max Fail oder Lockvogel auf. Das Bühnenbild und die Lightshow samt Pyroeffekten tragen viel zur Atmosphäre bei. Ganz wichtig: die fünfminütige Opening-Show um 23 Uhr. Die werde gigantisch, versprechen die Veranstalter, und auch Maximilian wird sie nicht verpassen. „Die Show bringt einen in die richtige Stimmung, da kann man in eine andere Welt abtauchen, den Kopf frei bekommen.“

Noch eine Besonderheit: Auch wenn das Festival voriges Jahr bis 5.15 Uhr morgens lief und obwohl bestimmt das eine oder andere alkoholische Getränk vernichtet wurde, gab es keinen Stress, keine Schlägereien. „Die Leute kommen alle wegen der Musik hierher, sind friedlich und höflich“, sagt DJ Esla, der im Hauptberuf Soldat ist und in seiner Freizeit an seinen Sets tüftelt. „Seit Dezember bin ich dabei, die Musik für das Festival zusammenzustellen“ – kein Festival übrigens, das komme und gehe, ist er überzeugt: „Wir sind hier alle eine große Familie“, sagt er. Das wird sich zeigen, wenn das Festival am kommenden Sonnabend um 22 Uhr beginnt.

Line-up und Tickets

Mainstage: Le Shuuk (Tomorrowland Unite, Big City Beats), Jerome (Kontor Records, Airbeat One), Lockvogel (Universal, „Ne Sekunde Sommer“), Max Fail (Airbeat One, Red Sun Festival), Esla (Krawall Music Festival, Airbeat One), Alivo (Airbeat One, Ruhr in Love), Paul Vinx (Run DBN) und Exyt (EDM-Movement).

Hardstyle Stage: Stonie (Hardlok, Mega Parc), Mirco B. (Hardlok, Musical Madness), Beatfighterz (Hard Mission), Phil DK (Insane Kiel, Krawall Music Festival), Chief Blasterz (Krawall Music Festival) und Boozed Panderz (Alarmstufe Rot, Alpha).

Tickets kosten 18,50 Euro, Gruppen ab fünf Personen zahlen 15,50 Euro je Ticket (nur online buchbar). Erhältlich sind sie im Pressezentrum und in der MuK Lübeck, im Moviestar Bad Schwartau, in der Tourist Info Eutin oder unter www.krawall-festival.de. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.

Sabine Risch

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