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Lübeck Wind drückt gefällten Baum in Bahn-Oberleitung
Lokales Lübeck Wind drückt gefällten Baum in Bahn-Oberleitung
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20:52 04.10.2017
Die Fichte liegt auf der Lärmschutzwand, deutlich sind die Brandstellen am Stamm zu erkennen. Quelle: Foto: Jens Burmester
Lübeck/Reinfeld

Zwei Arbeiter waren damit beschäftigt, auf einem Grundstück am Bischofsteicher Weg in Reinfeld diverse Bäume im hinteren Bereich des Gartens abzunehmen. Doch eine Windböe erwischte die Fichte gerade in dem Moment, als diese abgesägt war und fallen sollte. Durch den Wind fiel sie genau in die falsche Richtung. Da half auch alle Kraftanstrengung an einem Sicherungsseil, das die Arbeiter an dem Baum befestigt hatten, nichts. Der Stamm mit einem Durchmesser von gut 15 Zentimetern drehte sich und kippte genau auf die Lärmschutzwand an der Bahnstrecke, die gleich hinter dem Grundstück verläuft. Dabei legte sich die Baumkrone auf die Oberleitung.

Motorsäge im Einsatz

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt beim Einsatz der Motorsäge die Ausbildung als Motorsägenführer als zwingend erforderlich vor. Auch auf die persönliche Schutzausrüstung muss geachtet werden.

Vorgeschrieben sind demnach ganz spezielle Ausrüstungen wie Schutzhelm, Gehörschützer, Gesichtsschutz , Schutzhandschuhe , Schnittschutzhose, Sicherheitsstiefel mit Schnittschutzeinlage.

Durch den Strom in der Oberleitung kam es zu einem kleinen Feuer am Stamm des Baumes und auch in der Krone, das aber schnell vom Wind wieder ausgeblasen wurde. Die beiden Arbeiter setzten sofort einen Notruf ab, um weitere Schäden durch herannahende Züge zu vermeiden. Die Deutsche Bahn veranlasste sofort die Streckensperrung zwischen Bad Oldesloe und Lübeck. Die Freiwillige Feuerwehr Reinfeld rückte mit einem Löschfahrzeug aus und erdete die Leitungen. Dann wurde der Baum zersägt und beseitigt.

Unterdessen hatten auf der gesperrten Strecke fünf Züge insgesamt 120 Minuten Verspätung. „Die Bahn setzte einen Ersatzzug ein, leitete einen weiteren Zug über Büchen um. Vier weitere Züge fielen ganz aus und für noch einmal vier Züge war der Bahnhof Bad Oldesloe in dieser Zeit Endstation“, sagte der Sprecher der Bundespolizei, Gerhard Stelke. Außerdem habe die Bahn zwischenzeitlich einen Schienenersatzverkehr ab dem Bahnhof Reinfeld eingerichtet.

Jens Burmester

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