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Lübeck „Wir hatten einen tollen Beruf“ Polizeidirektion: Heiko Hüttmann und Ulf Witt gehen gleichzeitig in den Ruhestand
Lokales Lübeck „Wir hatten einen tollen Beruf“ Polizeidirektion: Heiko Hüttmann und Ulf Witt gehen gleichzeitig in den Ruhestand
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20:28 29.09.2016
Gehen gemeinsam in den Ruhestand: Heiko Hüttmann (l.) und Ulf Witt. Quelle: T. Gründemann

Gemeinsam standen sie knapp vier Jahre an der Spitze der Polizeidirektion Lübeck: Heiko Hüttmann als Chef und Ulf Witt als sein Stellvertreter. Gemeinsam geht das ehemalige Führungsduo jetzt auch in den Ruhestand.

Rund 40 Dienstjahre haben Hüttmann und Witt jeweils hinter sich und blicken auch auf die gemeinsame Zeit bei der Polizeidirektion zufrieden zurück. „Wir ticken gleich, die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gestimmt“, erklärt Hüttmann. Ulf Witt nickt und sagt: „Ein vertrauensvolles Miteinander zwischen dem Chef und seinem Vertreter ist auch wichtig bei einer gemeinsamen Verantwortung für mehr als 1000 Mitarbeiter auf den Polizeidienststellen.“

Hüttmann wird nach dem Abitur 1975 im gehobenen Polizeivollzugsdienst eingestellt, steigt 1986 in den höheren Dienst auf. 2000 dann der Höhepunkt: Er wird Chef der Polizeidirektion Süd, sechs Jahre später nach einer Umorganisation Leiter der Polizeidirektion Lübeck. Witt hat nach der Mittleren Reife in Ahrensbök die Karriereleiter vom Wachtmeister bis zum Polizeidirektor erklommen. Seine letzte dienstliche Station ist die des Stellvertretenden Direktionsleiters in Lübeck. 2015 schultern Hüttmann und Witt den mehrtägigen Großeinsatz beim G-7-Gipfel in Lübeck.

Die beiden Führungskräfte wissen aber auch, wem sie ihr erfolgreiches Wirken maßgeblich mit zu verdanken haben. „Ohne die engagierten und motivierten Kolleginnen und Kollegen auf den Dienststellen der Polizeidirektion und im Stab wäre das alles so nicht möglich gewesen“, betont Witt. „Das Arbeiten im Team war für mich immer wieder faszinierend“, ergänzt Hüttmann.

Nachdem der Polizeiberuf das Leben maßgeblich diktiert habe, sei es nun doch ein merkwürdiges Gefühl, in den Ruhestand zu gehen, so Witt. „Man wird auch schon ein wenig melancholisch“, räumt Hüttmann ein. Sein im November 2015 erfolgter Wechsel in den Leitungsstab des Kieler Landespolizeiamtes für die „Besondere Aufbauorganisation Flüchtlinge“ habe dazu geführt, ein wenig Abstand zu seiner Wirkungsstätte in Lübeck zu gewinnen. Witt hat mit Hüttmanns Wechsel nach Kiel auch seine Dienstzeit in Lübeck entsprechend verlängert, um dem neuen Direktionsleiter Norbert Trabs in der ersten Zeit zur Seite zu stehen.

Heute endet für beide die Zeit bei der Landespolizei endgültig. „Wir hatten einen tollen Beruf und würden ihn immer wieder ergreifen“, ist sich das Duo einig. So ganz lassen die Polizisten aber noch nicht los. Sie werden ihr Wissen an den Kommissars-Nachwuchs an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) in Altenholz vermitteln.

tg

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