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Lübeck „Wir künstlern auch“
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21:15 06.07.2017
„Malen nach Musik“ lautet das Motto des Workshops im St. Annen-Museum, an dem die Kita St. Martin teilnimmt Quelle: Foto: Andreoli
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Innenstadt

An diesem Morgen ist es ruhig im St. Annen-Museum. Elf Kinder der Kita St. Martin sitzen in einem Kreis auf dem Boden und hören Museumsbegleiterin Cornelia Nicolai aufmerksam zu.

Im Rahmen der Ausstellung „Zwischen den Zeilen“ von Alice Teichert bietet das Museum den Workshop „Malen nach Musik“ für Kinder an. „Malt ihr denn gern?“, fragt Nicolai in die Runde. Große Kinderaugen blicken zu der Museumsbegleiterin auf. „Ja, wir künstlern auch“, sagt Nicolas (4) und reckt das Kinn in die Höhe. Birgit Benthien, Leiterin der Kita, schmunzelt. „Wir haben ein Atelier in unserer Kita. Dort arbeiten wir häufig zusammen und üben uns im freien Gestalten“, erklärt sie. Dass Kreativität die Entwicklung der Jüngsten fördert, sei inzwischen erwiesen und werde auch im Programm der Kita St. Martin berücksichtigt.

Dann geht es auf Entdeckungstour: Wie eine Entenfamilie marschieren die Knirpse samt ihren Betreuerinnen und der Museumsbegleiterin Cornelia Nicolai in den Keller. Station Nummer Eins ist ein altes, wuchtiges Notenbuch in einer Glasvitrine. Auf die Frage, ob jemand wisse, was das sei, folgt Stille. „Spielt vielleicht eine Schwester oder ein Bruder von euch ein Instrument?“, hakt Nicolai nach.

Ella (4) nickt überschwänglich, sodass ihr blonder Zopf im Takt auf und ab hüpft. „Meine Schwester spielt Flöte“, sagt sie. Was das für Zeichen in dem Buch sind, weiß sie aber nicht. „Das sind Noten“, erklärt Nicolai und geht dann zu einem Gemälde von der Künstlerin Alice Teichert.

Die Kanadierin ist bekannt für die Tiefe und Leuchtkraft ihrer Bilder sowie deren Nähe zur Musik. Welche Art von Musik Teichert beim Malen gehört haben mag und was sie dabei gefühlt haben könnte, versucht Nicolai mit ihren jungen Begleitern zu erörtern. Nach dem Bestaunen und Besprechen einiger weiterer Bilder der Reihe geht es an die eigentliche Aufgabenstellung des Workshops: Das Hören von Musik und die Art und Weise dabei die Gefühle künstlerisch auf dem Papier auszudrücken.

Dafür spielt Cornelia Nicolai den Kindern drei unterschiedliche Stücke vor. „Das war ganz rosa“, ruft Juna (4) nach dem Ende des ersten Stücks. Mit Stift und Papier machen sich die elf Sprösslinge dann ans Werk. Erst zaghaft, dann ungestüm, mutig. Zum Ende der Veranstaltung sammelt Birgit Benthien lauter bunte Bilder ein. Ella hat sogar Noten gemalt. „Da sieht man, dass die Arbeit Früchte trägt“, sagt Benthien und sieht rundum zufrieden aus – ebenso wie ihre Schützlinge.

joe

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