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Lübeck „Wir wollen ein Land des Miteinanders sein“
Lokales Lübeck „Wir wollen ein Land des Miteinanders sein“
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20:27 17.06.2016
Unverzichtbare Hilfe: Die Gebärdensprach-Dolmetscherinnen Daniela Szczuka (l.) und Florentina Nebe. Quelle: Jacob

Mehr als 100 Besucher haben gestern in den Media Docks an einem Dialogforum teilgenommen, das die Situation von Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein verbessern soll. „Wir wollen ein Land des Miteinanders sein – ein Land, in dem die Anliegen von Menschen mit Behinderungen als Selbstverständlichkeit in allen Bereichen politischen Handelns und des gesellschaftlichen Lebens berücksichtigt werden“, sagte die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung, Kristin Alheit (SPD). Das Forum soll der Landesregierung helfen, die UN-Behindertenrechtskonvention im Norden zu verwirklichen. Beteiligt sind Betroffene und Vertreter von Land, Kommunen und Einrichtungen.

„Wir wollen einen Katalog von Maßnahmen erstellen, mit denen die Teilhabemöglichkeiten in unterschiedlichen Lebensbereichen und Lebensphasen verbessert werden können“, kündigte Alheit an. Mit dem vierten von sechs Foren in Lübeck wurde der landesweite Dialogprozess in einzelnen Workshops von Bildung über Arbeit und Beschäftigung bis Partizipation und Interessenvertretung fortgesetzt. Dabei konnten die Teilnehmer unter anderem Ideen und Verbesserungsvorschläge etwa bei der Barrierefreiheit einbringen. Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention ist der volle und gleichberechtigte Zugang allen Grundrechten und Menschenrechten für Menschen mit Behinderungen.

Nach Ansicht von Claudia Horst, Ehefrau eines Betroffenen und Vorstandsmitglied des Lübecker Hilfevereins „Fairvereinen“, gibt es noch viel zu tun.

Sie führte ein Beispiel aus dem Hansekultur-Festival an: „Für die Sonntagsbesucher gab es nicht ein einziges Schwerbehinderten-WC. Wie sollen sich dann Menschen mit und ohne Behinderungen begegnen können?“

Bärbel Brüning, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Schleswig-Holstein, sprach von drei Themenfeldern, die die Menschen am meisten interessierten: „Arbeit und Beschäftigung, Bildung, sowie Bauen, Wohnen und selbstständige Lebensführung – hier herrscht das einmütige Votum, dass sich noch mehr tun muss.“

jac

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