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Lübeck Wirtschaft im Norden fordert schnelle Sanierung der MuK
Lokales Lübeck Wirtschaft im Norden fordert schnelle Sanierung der MuK
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13:32 14.01.2016
Gäste sitzen beim traditionellen Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck am 13.01.2016 in der Musik- und Kongresshalle (MuK) in Lübeck. Quelle: Olaf Malzahn
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Lübeck

Die Wirtschaft in der Region macht sich stark für eine möglichst schnelle Sanierung der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK). „Die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck legt heute ein eindeutiges Bekenntnis zur MuK ab. Sie ist für den Kongressstandort Lübeck von großer Bedeutung – und für ihre Qualität als Konzerthalle gibt es in Schleswig-Holstein kaum eine Alternative“, sagte IHK-Präses Friederike C. Kühn anlässlich des Neujahrsempfangs, zu dem die IHK gestern Abend 1150 Gäste im Muk-Foyer begrüßte.

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IHK-Neujahrsempfang in Lübeck: Einmal im Jahr kommen in der Musik-und Kongresshalle Schleswig-Holsteins Unternehmer und Wirtschaftsbosse zusammen. Die Fotografen der Lübecker Nachrichten haben den Abend mit der Kamera begleitet.

Weil der Konzertsaal geschlossen ist, gab es 450 Gästeplätze weniger als in den Vorjahren. „Es gilt, die Herausforderung anzunehmen und die MuK fit für die Zukunft zu machen“, erklärte Kühn. Für die Aufgabe gibt es Hilfe aus Kiel. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) kündigte in seiner Rede überraschend an, zwei Millionen Euro aus dem Landeshaushalt zuzuschießen, „um etwas Schwung in die Sanierung zu bringen“. Dafür erhielt er großen Beifall.

Alle Nachrichten zur MuK finden Sie auf unserer Themenseite!

Den Stellenwert der MuK betonen zahlreiche Wirtschaftsvertreteri „Eine Großstadt wie Lübeck braucht einen Anlaufpunkt für Kultur und Kongresse. Schließlich soll 2017 die Meisterfeier des schleswig-holsteinischen Handwerks wieder in einem würdigen Rahmen stattfinden können“, sagt Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) erklärte, die MuK sei nicht nur für die Kultur, sondern auch für die Wirtschaft als über die Landesgrenzen hinaus bekannter Kongressstandort eminent wichtig. „Deshalb muss sie so rasch wie möglich wieder ihr volles Angebot präsentieren können“, forderte Minister Meyer.

Online-Petition: Rettet die MuK!

Mitmachen und die MuK unterstützen: Die Lübecker Nachrichten starten zusammen mit der Musik- und Kongresshallen GmbH eine Online-Petition zum Erhalt der MuK.
Auf der Webseite können Sie mit Ihren Adressdaten unterzeichnen – die gesammelten Stimmen werden dann der Lübecker Lokalpolitik übergeben. Damit unterstützen Sie den Satz: „An Lübecks Lokalpolitiker: Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die MuK saniert und weitergeführt werden kann“.
Die Petition unterzeichnen: Füllen Sie das Formular auf www.Luebeck-liebt-MuK.de aus.

„Die MuK ist ein wichtiger Veranstaltungsort für die gesamte Metropolregion“, sagt Michael Thomas Fröhlich, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände (UV Nord). „Die Sanierung ist eine gut angelegte Investition in den Wirtschaftsstandort mit positivern Effekten für Tourismus, Kultur und Gesellschaft, die nicht auf die lange Bank geschoben werden darf.“

Auch Stefan Dräger, Vorstandschef der Drägerwerk AG, hebt die große Bedeutung der MuK hervor.<TH>„Wir halten dort etwa unsere jährliche Hauptversammlung ab. Für das Leben der Stadt wäre es dringend wünschenswert, dass die MuK so schnell wie möglich wieder voll einsatzfähig wird“, sagt Dräger und fügt hinzu: „Die MuK wurde damals maßgeblich durch Spenden finanziert. Ich glaube nicht, dass es richtig wäre, wenn die Stadt dieses Geschenk jetzt verkaufen würde.“

Den Bau der MuK hatten auch Stiftungen mitfinanziert, unter anderem die Dräger-Stiftung. Der Konzertsaal des 1994 eröffnten Gebäudes musste im Herbst 2015 wegen Baumängeln gesperrt werden. Ende Januar will Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) ein Finanzierungskonzept vorlegen.

Von Christian Risch

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