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20:59 08.02.2018
Das Arbeitsergebnis von Anton Brodmann und Sabrina Ebener überzeugte die Jury. Sie landeten zusammen mit einem weiteren Team auf Platz eins.
St. Lorenz Nord

Wie ein schützender Mantel soll die Phalanx an Massivholz-Lamellen das runde Gebäude umschließen und nach außen sichtbar abgrenzen. So schildern es Thilo Arne Kraatz, Nico Nummsen und Tobias Waag, als sie gefragt werden, durch welchen zentralen Gedanken sie sich bei ihrem Entwurf haben leiten lassen. Denn „Palliativ“ leite sich schließlich vom lateinischen Wort „pallium“ ab, was „Mantel“

Bis 2020 soll in der Straße Am Spargelhof ein Ambulantes Palliativzentrum mit Akademie und Tageshospiz entstehen. Erste Entwürfe für den Bau wurden von Architekturstudierenden der Fachhochschule vorgestellt. Jetzt sollen Spenden eingeworben und die Planung konkretisiert werden.

bedeute, so das Trio .

„Allerdings gilt das erst ab dem Obergeschoss. Die Fassade des Erdgeschosses ist dagegen eher sehr offen und einladend gestaltet, da der Bau ja auch die Funktion eines Begegnungszentrums haben soll“, erklären die drei angehenden Architekten.

Mit ihrer Idee und der entsprechenden Ausarbeitung konnten sie die Jury überzeugen, die ihnen schließlich einen der beiden ersten Preise zuspricht. Insgesamt haben sich 28 Masterstudierende der Fachhochschule dem Experten- Gremium gestellt und in zehn Teams ihre Arbeitsergebnisse im FH-Bauforum präsentiert.

Anlass ist, dass das Palliativnetz Travebogen bis Ende 2020 beabsichtigt, ein Ambulantes Palliativzentrum (APZ) mit Akademie und Tageshospiz zu entwickeln, und daher im Fachbereich Bauwesen der Fachhochschule um Unterstützung angefragt hatte. „Und wir haben das Vorhaben gern im Rahmen eines Semesterlehrprojektes aufgegriffen und hoffen, dass unser Beitrag die Realisierung ein Stück näherbringen wird“, sagt Stefan Wehrig. Er ist Professor im Masterstudiengang Architektur mit der besonderen Ausrichtung auf „Architektur für den Menschen“ im Gebiet Bauen für das Gesundheitswesen.

Ein möglicher Standort in St. Lorenz Nord in der Straße Am Spargelhof nahe der Autobahn wurde konkret überplant. „Es geht um Geschossflächen von insgesamt 4000 Quadratmeter“, so Wehrig, „dazu ein Parksystem mit Tiefgarage.“ Herausfordernd sei nicht nur die Bestimmungsart des Gebäudes, sondern auch die bauliche Einpassung in die Umgebung. „Denn das Grundstück ist ein ehemaliges Brauereigelände mit umstehenden großen Mietobjekten schwerer klassischer norddeutscher Backstein-Prägung“, merkt der Fachmann an.

Diese Optik haben Anton Brodmann und Sabrina Ebener unübersehbar in ihrem Entwurf aufgegriffen. „Wir haben uns insbesondere an der Bestandsbebauung orientiert und so unsere Klinkerfassade ausgesucht“, erläutern die beiden Studierenden, die ebenfalls mit einem ersten Preis ausgezeichnet worden sind. Ihr Fazit: Trotz der inhaltlich eher „schweren Thematik zu Sterben, Tod und Trauer“ sei dieses Projekt jenes gewesen, was bisher im Masterstudium am meisten Spaß gemacht habe.

„Wir freuen uns sehr über die vielen durchdachten Vorschläge und Arbeiten der jungen Studenten“, würdigt Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell die Ergebnisse. „Das Palliativnetz und auch andere Netzwerkpartner haben ein großes Spektrum an Unterstützungsangeboten. Wir wünschen uns daher ein Zentrum, an dem die Kompetenzen und das Engagement gut verbunden werden können und neben dem Travebogen auch andere Netzwerkpartner unter einem Dach arbeiten können.“ Nun sei der Startschuss gegeben, und die Suche nach Unterstützern des Vorhabens habe begonnen.

Von Michael Hollinde

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