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Lübeck Wo die Kandidaten punkten konnten - und wo nicht
Lokales Lübeck Wo die Kandidaten punkten konnten - und wo nicht
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23:47 05.11.2017
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Für die Stichwahl werten die Wahlkampfstrategen der Kandidaten jetzt die Ergebnisse aus. Quelle: Felix König

Lindenau muss nach Travemünde

Die entscheidende Frage für die Wahlkampfstrategen der SPD ist jetzt: Wie kann Jan Lindenau die Wähler der unterlegenen Kandidaten von sich überzeugen? Nachholbedarf hat er auf jeden Fall in Travemünde: Im Norden Lübecks erreichte der SPD-Politiker gerade mal 16,5 Prozent. Das ist zu wenig, um Bürgermeister zu werden.

Weiher kann sich auf die Briefwähler verlassen

Seine Kontrahentin Kathrin Weiher kann sich auf die breite Masse verlassen: Sie holte überall wenigstens jede vierte Stimme - außer in Kücknitz (19,9 Prozent) und Moisling (23,9 Prozent). Vor allem die Briefwähler unterstützen die parteilose Kandidatin: 44,9 Prozent der Briefwähler stimmten für Weiher.

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Das Wahlergebnis zum Nachlesen: Jetzt geht es in die Stichwahl

Analyse von Josephine von Zastrow: Wer bekommt Stolzenbergs Wähler?

Stolzenberg schafft Rekordergebnis in St. Jürgen

Für Furore sorgte der parteilose Kandidat Detlev Stolzenberg - vor allem in St. Jürgen: im Wahlbezirk 219 (Kahlhorst Schule/AS Niederbüssau) erreicht er satte 61,2 Prozent der Stimmen, das gelang sonst keinem anderen Kandidaten. In absoluten Zahlen: 292 Wähler stimmten für Stolzenberg, 80 für Jan Lindenau und 72 für Kathrin Weiher. 

Ali Alam und Misch glänzen in ihren Vierteln

Ali Alam (Die Partei) landete insgesamt bei fünf Prozent - konnte aber vor allem in seinem Heimatstadtteil Travemünde und der Innenstadt punkten. Im Norden Lübecks schaffte Alam bis zu 13,78 Prozent (Bezirk 926, Schule am Meer), in der Innenstadt erreichte er in gleich mehreren Bezirken zweistellige Werte. Auch Thomas Misch (Freie Wähler) aus Kücknitz kann sich auf die Wähler in seinen "Heimatbezirken" verlassen: In den Nummern 902 und 907 schaffte er es sogar, auf über 25 Prozent der Stimmen kommen.

Klicken Sie hier, um zahlreiche Reaktionen von Beteiligten, Prominenten und anderen Menschen auf die Bürgermeisterwahl 2017 in Lübeck zu sehen!
Wer folgt auf Bürgermeister Bernd Saxe (SPD)? Kathrin Weiher (parteilos) und Jan Lindenau (SPD) liefern sich bereits in der ersten Runde ein Kopf-an-Kopfrennen und kommen in die Stichwahl. Der Wahlabend in Bildern.

Buntekuh und Moisling: Kein Interesse an der Wahl?

Die Wahlbeteiligung lässt sie sich aufgrund der Briefwähler nicht genau auf die Bezirke und Stadtteile zuordnen. Lässt man die Briefwahl aber außen vor, stehen vor allem Moisling und Buntekuh schlecht da. Vielleicht gibt es ja auch hier noch Potenzial für Jan Lindenau - handelt es sich doch um klassische SPD-Hochburgen.

Von Kilian Haller

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