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Lübeck Wohnen im alten Kittner-Autohaus
Lokales Lübeck Wohnen im alten Kittner-Autohaus
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11:15 12.06.2018
Die neue Ferienanlage am Godewindpark: Das Erdgeschoss bildet das alte Kittner-Autohaus. Es steht unter Denkmalschutz wegen seiner feinen Stahl-und Glaskonstruktion. Der Architekt Waldemar Hüsing (1909 bis 1981) hat es entworfen. Darauf werden drei Geschosse gesetzt. GRAFIKEN: W&N/FOTO: FELIX KÖNIG
Travemünde

Sanft schmiegt sich das Gebäude ins Halbrund. In geschwungenen blauen Buchstaben ist das Wort „Kittner“ zu lesen, direkt über den Eingang. Der ist an der Frontseite zum Godewindpark platziert – ein wenig links. Zarte Streben fassen die hohen Glasfenster ein, alles ist in dezentem Weiß gehalten mit ein wenig Grau. Ein Hingucker. Dieses einprägsame Gebäude ist den Lübeckern bekannt: Das alte Kittner-Autohaus.

Baustart auf dem alten Kittner-Areal: Das 4,5 Hektar große Gelände am Godewindpark wird zum neuen Wohn- und Ferienquartier. Dort entstehen 53 Touristen-Apartments und 66 Eigentumswohnungen. Das Investitionsvolumen beträgt 40,8 Millionen Euro. Fertig soll alles 2020 sein.

Jetzt erhält dieses stilvolle Gebäude einen Überbau im Retro- Look der 50er Jahre. Der Neubau wird der neue „Upstalsboom Godewindpark“, eine edle Ferien-Anlage.

Investitionsvolumen: 16,8 Millionen Euro. Dahinter werden sieben Parkvillen mit 66 Eigentumswohnungen für betuchtere Menschen errichtet. Dort ist klassisches Wohnen angesagt. Investitionsvolumen: 34 Millionen Euro. Bereits im Herbst haben die ersten Bauarbeiten begonnen. Jetzt geht es richtig los. 2020 soll das neue Quartier dann komplett fertig sein.

Blickfang aber bleibt das alte Kittner-Autohaus. Über dem feingliedrigen Flachbau werden drei Geschosse platziert. Ebenfalls in Weiß gehalten – abgesetzt mit ein wenig Grau. Insgesamt hat der Neubau 2820 Quadratmeter. Es gibt einen Wellness-Bereich mit einer 200 Quadratmeter großen Sauna-Landschaft. Außerdem entsteht auf dem Flachdach eine 200 Quadratmeter große Dachterrasse zum Sonnenbaden. Im Erdgeschoss ist eine Kamin-Lounge. Darunter eine Tiefgarage mit 53 Stellplätzen.

Insgesamt werden 53 Ferien- Apartments gebaut, teilweise mit Loggien. Sie haben zwischen ein und drei Zimmern. Die Größe der Unterkünfte variiert zwischen 40 und 83 Quadratmetern. Sie werden an Privatleute verkauft und kosten zwischen 260 000 Euro und 500 000 Euro.

„Das Interesse ist seit dem Verkaufsstart im April bereits groß“, wirbt Knud Wilden, Geschäftsführer von W&N Immobilienvertriebsgesellschaft. Sieben der Wohnungen sind bereits verkauft und fünf reserviert – vorwiegend von Hamburgern. Die Idee: Privatleute kaufen die Apartments und können dort selbst Urlaub machen. Betrieben wird die Ferienanlage indes von Upstalsboom, die die Unterkünfte an Touristen vermietet. Es ist dasselbe Konzept wie bei Waterfront und den dänischen Ferienhäusern auf dem Priwall. Wer am Godewindpark nächtigen will, zahlt zwischen 69 und 185 Euro pro Nacht.

Hinter der noblen Ferienanlage werden sieben Parkvillen errichtet. Die Gebäude haben jeweils drei Geschosse. Auf drei Neubauten werden Penthäuser platziert – als Staffelgeschosse. Insgesamt entstehen dort 66 Eigentumswohnungen. Die Größen liegen zwischen 64 Quadratmetern und 114 Quadratmetern . Außerdem gibt es drei Penthäuser mit 186 Quadratmetern Fläche. Die Preise starten bei 319000 Euro. Ein Penthaus kostet eine Million Euro. Allerdings: 30 Prozent der Eigentumswohnungen sind bereits verkauft.

Informationstage

Heute und morgen können sich Interessierte über den Kauf von Ferienwohnungen am Godewindpark informieren. Jeweils zwischen 10 und 17 Uhr im Verkaufspavillon, Godewind 5, in Travemünde. Zudem wird unter der Nummer 0381/128 741 841 auch telefonische Beratung angeboten. Den Verkauf der Ferienwohnungen hat die W&N Immobilien-Gruppe aus Dachau übernommen.

Betrieben werden diese von Upstalsboom Hotel + Freizeit GmbH Co.KG.

Drei Hamburger Firmen stehen hinter dem Projekt: Als Investor die W+W Grundstücksgesellschaft und als Entwickler Otto Wulff Bauunternehmung sowie WPH Wohnbau und Projektentwicklung. Sie haben von der Stadt einen Teil des Godewind- Parkplatzes gekauft – 7300 Quadratmeter für zwei Millionen Euro. Und außerdem das brachliegende Kittner-Areal. Das war 2013/2014.

Das Autohaus hatte Ende November 2012 dicht gemacht.

 Josephine von Zastrow

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