Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Wohnen mit Altstadtblick
Lokales Lübeck Wohnen mit Altstadtblick
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:47 14.10.2016
Hoch über der Altstadt (v. l.): Stefan Probst und Marc Dreyer blicken auf das Areal am Falkendamm. Die Visualisierung der kfs Architekten zeigt, wie die Wohnungen aussehen sollen (oben). Quelle: Lutz Roeßler

Fein, feiner, Falkendamm: Die Hansestadt entwickelt sich zum Wohnstandort für gut Betuchte. Derzeit wird direkt vor der Altstadtinsel gebaut. Das Projekt heißt: Wohnen am Falkendamm. Investitionsvolumen: 30 Millionen Euro. Auf dem 6400 Quadratmeter großen Areal entstehen fünf Gebäude mit 68 Eigentumswohnungen. Ende 2018 soll alles fertig sein. Die Apartments sind hochpreisig für den Lübecker Wohnungsmarkt – aber dennoch heiß begehrt.

Die Projektgesellschaft

Premiere für den Lübecker Bauverein und die Firma Schütt: Sie haben für dieses Bauvorhaben zum ersten Mal gemeinsame eine Projektgesellschaft gegründet, die Wohnen am Falkendamm GmbH & Co. KG. Damit sind sie zusammen Bauherren des Projektes.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt Stefan Probst vom Vorstand des Lübecker Bauvereins. Bereits mehr als die Hälfte der Wohnungen seien reserviert. Einige Interessenten würden schon einige Jahre warten, um eines der Apartments mit Altstadtblick zu ergattern. Dabei ist das Wohnen am Falkendamm nur etwas für ein gut gefülltes Portemonnaie. 4800 Euro kostet der Quadratmeter im Durchschnitt. Das macht für 50 Quadratmeter immerhin 240 000 Euro. Wer auf 170 Quadratmeter leben möchte, legt mehr als 810 000 Euro hin. Ein Stellplatz in der Tiefgarage kostet durchschnittlich 20 000 Euro.

Aber für so viel Geld wird Luxus geboten. „Die Ausstattung ist exklusiv“, erklärt Marc Dreyer, Geschäftsführer der Firma Schütt. Daher sei das Investitionsvolumen von ehemals 25 Millionen Euro auch gestiegen. Zudem: Das Grundstück in Top-Lage hat in etwa 700 Euro pro Quadratmeter gekostet. Der Lübecker Bauverein und die Firma Schütt haben 2013 das Areal Falkenstraße 51 bis 57 von der Stadt erworben. Doch sie mussten zudem den Erbpachtvertrag mit der Firma Gerstenberg Schröder ablösen, den diese mit der Stadt hatte. Das Unternehmen hatte auf dem Areal mehr als 80 Jahre lang Spezialmaschinen für die Lebensmittelindustrie produziert.

Das ist mittlerweile passé. Die Häuser sind abgerissen, das Areal ist seit Frühjahr 2015 plan. Die Bürgerschaft hat im April 2016 das Baurecht beschlossen. Seit August rollen die Bagger. Jetzt startet die Gründung. 400 Pfähle werden ins Erdreich gebohrt, damit die Häuser direkt am Kanal auf sicherem Boden stehen. Im Dezember soll der Rohbau starten. Ende 2018 sollen alle Wohnungen bezogen sein.

Das Projekt im Detail: Entworfen hat die Gebäude das Büro kfs Architekten aus Lübeck. Das hatte den ersten Preis des Wettbewerbes gewonnen. Auf dem Areal werden fünf Gebäude mit 10050 Quadratmeter Bruttogeschossfläche errichtet, davon sind 7245 Quadratmeter Wohnfläche. Außerdem wird eine Tiefgarage mit 90 Stellplätzen gebaut. Die Einfahrt ist etwa in der Mitte der Zufahrtstraße gelegen. Die Gebäude haben drei Geschosse plus Staffelgeschoss. In vier Häusern sind zwölf Wohnungen untergebracht. Ein Haus beherbergt 20 kleinere Apartments. Eine Besonderheit des Projekts: Die Eigentümer werden sich um Fledermäuse kümmern. Die bleiben in dem Bunker wohnen, der unterhalb der Falkenstraße eingebaut ist. Für Säuberung und Instandhaltung müssen die Bewohner aufkommen.

Das Projekt Wohnen am Falkendamm ist erst der Startschuss. Denn dieser komplette Abschnitt vor der Altstadtinsel soll neugestaltet werden. Der Bebauungsplan für die Falkenstraße 51 bis 57 umfasst auch die angrenzenden Häuser bis zur Falkenstraße 41. Und dort leben und arbeiten noch Lübecker, die ebenfalls einen Erbpachtvertrag mit der Stadt haben. Einer läuft sogar bis 2055. Diese Flächen will die Stadt auch irgendwann veräußern. Probst kündigt an: „Wir werden uns bewerben.“

 Josephine von Zastrow

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige