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Lübeck Wohnungsbrand: Eine Tote bei Feuer im Hochschulstadtteil
Lokales Lübeck Wohnungsbrand: Eine Tote bei Feuer im Hochschulstadtteil
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08:54 21.05.2017
Feuer im Hochschulstadtteil. Quelle: Holger Kröger
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Bei einem Feuer in einem Wohnheim der gemeinnützigen Lübecker Marli GmbH ist gestern eine Bewohnerin ums Leben gekommen. Drei weitere Bewohner wurden mit schweren Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert, einer von ihnen musste reanimiert werden. Rund 20 Personen wurden evakuiert und mussten in Versorgungszelten der Feuerwehr behandelt werden.

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20 Personen wurden bei dem Feuer verletzt.

„Ein Rauchmelder hat die Einsatzkräfte gegen 15.30 Uhr alarmiert“, berichtet Feuerwehrsprecher Matthias Schäfer gestern vor Ort. Wie es zu dem Brand kam, war gestern im Einzelnen noch nicht klar. Nach ersten Erkenntnissen war es in einem Zimmer im Erdgeschoss zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Der Grund dafür: ein offenes Feuer in diesem Raum. Für die Frau, die bis dahin in diesem Zimmer wohnte, sei jede Hilfe zu spät gekommen, sagt Schäfer.

Rund 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort, alle Wachen der Berufsfeuerwehr und sieben Freiwillige Feuerwehren eingebunden.
Am Brandort riecht es nach Feuer, Windböen schicken Ascheflocken über den Gehweg. Gegenüber des Wohnheims, auf einer unbebauten Fläche, hat die Feuerwehr während des Einsatzes ihre Versorgungszelte aufgebaut. Sanitäter laufen von der Straße hinein, Betreuer schieben Männer und Frauen in Rollstühlen. Manche werden auch an der Hand geführt, andere sind in der Lage, selbst zu den Helfern zu gehen.

„Bei der Einrichtung handelt es sich um ein Wohnheim für insgesamt 45 Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung“, führt Schäfer aus. Zum Zeitpunkt des Brandes seien, so der Sprecher, gemäß des Betreuungsschlüssels auch viele Betreuer im Haus gewesen. „Sie konnten den Einsatzkräften helfen, die Männer und Frauen aus dem Gebäude hinauszuführen.“

Die drei Schwerverletzten hätten sich wohl in unmittelbarer Nähe des Brandherdes aufgehalten. Nicht wenige der Bewohner standen offenbar unter Schock.

Die meisten von ihnen konnten dennoch am Abend in das Gebäude zurückkehren. „Das Feuer hat nicht auf andere Zimmer übergegriffen“, beruhigt Schäfer. Der Brand sei schnell unter Kontrolle und gelöscht gewesen.

„Sobald die Feuerwehr den Brandort verlassen hat, wird der Kriminaldauerdienst den Tatort abarbeiten“, erklärte gestern Polizeisprecher Stefan Muhtz. Zur Brandursache könne er zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen.

Luisa Jacobsen

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