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Lübeck Wunderbarer Abend auf der „Passat“
Lokales Lübeck Wunderbarer Abend auf der „Passat“
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22:07 01.08.2016
Munteres Quartett: Uni-Präsident Prof. Hendrik Lehnert (v. l.), MuK-Chefin Ilona Jarabek, Lehnerts Referent Mirko Kirschkowski und Dräger-Vorstandsvorsitzender Stefan Dräger. Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat (3), Olaf Malzahn (3)

Leise, angenehme Gitarrenmusik, made by Lukas Kowalski, erklang vom Zwischendeck der „Passat“, als ein Teil der Gäste von der Priwall-Fähre kommend die Viermastbark betrat. Die Gastgeber – Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Bernd Saxe – begrüßten jeden der 367 Gäste per Handschlag. Und die kamen von überall her. Nicht nur Lübecker Amts- und Würdenträger, Politiker aller Fraktionen, Männer und Frauen aus Wirtschaft und Verwaltung waren geladen. Ebenso kamen die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der umliegenden Kommunen.

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367 geladene Gäste genossen den krönenden Abschluss der Travemünder Woche bei Smalltalk und Snacks.

„Wir haben hier an Bord gemeinsam die Rotspon-Regatta aufgearbeitet.“Innenminister Stefan Studt

Das südliche Ostholstein kam gemeinsam an Bord: Stockelsdorfs Bürgermeisterin Brigitte Rahlf- Behrmann, Kollege Thomas Keller (Ratekau) und der scheidende Bad Schwartauer Kollege Gerd Schuberth kamen jeweils mit ihren Ehepartnern, während sich Wesenbergs Bürgermeisterin Karin Dettke bereits an der Reling mit Hans-Jürgen Köhnke aus Badendorf austauschte.

Es war ein Abend wie geschaffen für einen Empfang: Der Himmel über Travemünde schillerte in allen denkbaren Farben, es blieb trocken und angenehm temperiert, so dass es sich draußen auf den Decks im „lockeren Business- Look“ mit Blick auf die Festmeile gut aushalten ließ. Während „Halbzeit Catering“ mit Snacks für das leibliche Wohl sorgte, kümmerten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Rathausverwaltung, Logistik, Büro der Bürgerschaft, Bürgermeisterkanzlei sowie aus dem Bereich Schule und Sport unter Leitung von Jutta Zachow um Getränke und Organisation.

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Klicken Sie sich durch die Bildergalerie: Diese fantastischen Aufnahmen sind unseren Fotografen beim Feuerwerk der Travemünder Woche 2016 gelungen.

Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer begrüßte die Gäste und bedankte sich bei den vielen Ehrenamtlern, den Sponsoren und Medienpartnern: „Sie tragen damit zur Begeisterung für den Segelsport bei.“

Auch an die Polizei und die Jugendschutzkooperation ging ihr Dank. Schopenhauer: „Das Leitmotiv ,Feiern, aber mit klarem Kopf’, hat sich mittlerweile etabliert.“

Auf den verschiedenen Decks der Viermastbark ergaben sich kleine Gesprächsrunden fast automatisch – teils fachbezogene, teils ungewöhnliche. CDU-Kreischefin Anette Röttger, die sonst den Passat-Abend oft versäumte, „weil dann auf unserem Hof die Ernte ansteht“, konnte ausnahmsweise dabei sein. „Die Wettervorhersagen für heute sind schlecht, deshalb ernten wir nicht.“ Und so hatte sie Gelegenheit, mit einem äußerst entspannt wirkenden ehemaligen Innen- und Umweltsenator Bernd Möller (Grüne) zu plaudern.

Mitten unter den Gästen und aufgrund seiner Statur kaum zu übersehen: Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD). Gemeinsam mit TW-Geschäftsführer Frank Schärffe und dessen Stellvertreter Jens Kath arbeitete er die Rotspon-Regatta auf. Da hatte Studt gegen Bürgermeister Bernd Saxe verloren, im zweiten Rennen hatte zudem sein Boot das des Konkurrenten gerammt. Dass der Innenminister verlor, kommentierte er am Sonntagabend launig: „Als Landesminister ist mir ein zufriedener Bürgermeister wichtiger als ein Sieg.“ Dennoch will er im nächsten Jahr Revanche.

Fachgespräche führten auch Dierk Faust, Geschäftsführer der Reederei Lehmann, und Jörg Hoffmann, Deutschland-Chef der Schleppreederei Svitzer. Hoffmann hatte für den TW-Abschiedsabend den Schlepper „Simson“ bestellt, der mit Wasserfontänen und wilden Drehungen ein „Schlepper-Ballett“ für die Gäste des Empfangs aufführte. Und Uwe Walter, einstiger Vorstand des VfB Lübeck, plauderte mit Thomas Timm, Leiter des Firmenkundencenters der Sparkasse zu Lübeck, über das Saisonauftaktspiel des VfB.

Viele Gäste genossen den spektakulären Sonnenuntergang von Bord der Viermastbark aus, und wer nicht noch einmal einen Gang über die Meile unternehmen wollte, blieb auf dem Schiff, um von hier aus das farbenprächtige Feuerwerk an der Nordermole zu genießen, das mit leichter Verspätung gezündet wurde. Oliver Groth, persönlicher Referent des Bürgermeisters, sagte gestern: „Nach dem Feuerwerk sind unsere Gäste zufrieden mit einem Lächeln nach Hause gegangen.“ Viel schöner hätte der Abschluss wohl nicht sein können.

Mehr Alkohol bei Jugendlichen, weniger Straftaten

Während Wasserschutzpolizei, Polizeidirektion und Bundespolizei eine durchweg positive Bilanz der Travemünder Woche ziehen, verzeichnet die Jugendschutzkooperation der Stadt mehr Alkohol- und Drogenkonsum als in den Vorjahren.

„Zu viele Jugendliche haben ihr Limit offenbar nicht eingehalten“, bilanziert das Presseamt der Stadt. Kai Soomann vom Ordnungsdienst: „Von 127 überprüften Jugendlichen wiesen 73 zu hohe Promillewerte auf oder hatten getrunken, was ihnen noch nicht erlaubt ist.“ Bei 34 jungen Leuten wertete man den Konsum als riskant. Negative Spitzenwerte: 2,08 Promille bei einer 15- und einer 16-Jährigen. Auch Drogen seien vereinzelt im Spiel gewesen. Die betroffenen Jugendlichen und ihre Eltern sollen nun ein Beratungsangebot durchs Jugendamt erhalten. Positiv: Die Kooperation aus Kinder- und Jugendschutz, Ordnungsdienst und Polizei habe wie in den Vorjahren reibungslos funktioniert. Annette Eickhölter und Karen Wotha vom Kinder- und Jugendschutz: „Wir sorgen gemeinsam dafür, dass angetrunkene Jugendliche unbeschadet nach Hause kommen.“

In den zehn Tagen der Travemünder Woche reisten nach Einschätzung der Bundespolizei mehr als 40000 Menschen mit der Bahn nach Travemünde. Das personell verstärkte Team der Bundespolizei am Haupt- und am Strandbahnhof habe Durchsuchungen, Identitätsfeststellungen und Sicherstellungen vornehmen müssen, neun Anzeigen wegen Körperverletzung und zwei wegen Widerstands wurden geschrieben – „ein Rückgang im Verhältnis zum Vorjahr“, so Sprecher Gerhard Stelke.

„Ich bin froh, dass es relativ ruhig geblieben ist und dass das polizeiliche Konzept gewirkt hat“, sagt auch der Leiter der Polizeidirektion Lübeck, Norbert Trabs. Vereinzelte Taschendiebstähle und körperliche Auseinandersetzungen wurden mit Platzverweisen geahndet. Insgesamt seien 19 Rohheitsdelikte und Körperverletzungen verzeichnet worden (Vorjahr: 31), auch die Zahl der Trick- und Taschendiebstähle habe sich von 16 auf neun verringert, ebenso wie die Zahl der Platzverweise: 2016 waren es 40, im Jahr zuvor 50.

Von einer ruhigen Travemünder Woche spricht die Wasserschutzpolizei. Bei 120 Sportbootkontrollen wurden 38 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, 22 Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wurden geahndet. sr

 Sabine Risch

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