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Lübeck Zehnjährige flüchtet vor Mitschnacker - Polizei warnt Eltern und Kinder
Lokales Lübeck Zehnjährige flüchtet vor Mitschnacker - Polizei warnt Eltern und Kinder
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23:07 19.05.2017
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St. Lorenz Nord

„Das zehnjährige Mädchen ist am 11. Mai in der Nähe der Schule in der Brockesstraße aus einem Auto heraus angesprochen worden“, sagte Polizeisprecher Stefan Muhtz gestern. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen dunklen Wagen mit getönten Scheiben, möglicherweise ein SUV. Der Wagen fuhr gegen 13.30 Uhr an das Mädchen heran, das mit einer Mitschülerin unterwegs war. Der Beifahrer bot an, die Kinder nach Hause zu fahren und sei dabei schon halb aus dem Wagen gestiegen, so Muhtz. Ohne zu antworten, rannten die Mädchen zur Schule zurück und informierten eine Lehrerin über den Vorfall.

Laut Schulleiter Kai Brüning sei unverzüglich ein Elternbrief verfasst und rausgeschickt worden. Darin schildert der Rektor das Geschehen in Kurzform. „Unsere Schülerin hat sich zum Glück richtig verhalten und ist weggelaufen“, schreibt die Schule und betont: „Bitte sprechen Sie mit ihren Kindern über den Vorfall.“

Außerdem gibt die Leitung Tipps der Polizei weiter, wie man sein Kind vorbereiten kann und wie sich Betroffene im Ernstfall verhalten sollten. „Schauen Sie sich mit Ihrem Kind auf dem Schulweg und der näheren Umgebung nach Rettungsinseln um: ein Geschäft, in dem es die Kassiererin ansprechen kann, eine Straße, in der viele Menschen sind, oder ein Haus, an dem es klingeln kann.“ Außerdem sollten Eltern mit ihrem Kind üben, wie es sich in bedrohlichen Lagen verhalten und im Notfall richtig reagieren kann. „So sollte es frühzeitig andere Erwachsene ansprechen oder auch um Hilfe schreien.“

Auch Muhtz betont, dass Kinder lernen müssen, fremden Erwachsenen gegenüber deutlich ,nein’ zu sagen. „Egal wie fordernd diese auftreten.“ Eltern sollten Kinder nicht verängstigen, aber ihnen immer wieder sagen, dass sie ohne Genehmigung weder mit Fremden mitgehen noch in deren Autos einsteigen dürfen. „Außerdem ist es wichtig, dass Kinder darüber berichten, wenn sie zum Mitgehen oder Mitfahren aufgefordert worden sind oder dies trotz Verbots getan haben.“ Nur so könne die Polizei tätig werden und auch vor Mitschnackern warnen.

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