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Lübeck Zufriedene Gesichter in der neuen Hanse-Schule
Lokales Lübeck Zufriedene Gesichter in der neuen Hanse-Schule
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17:49 12.08.2016
Von Sabine Risch
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Lübeck

Im Eingangsbereich der Hanse-Schule in der Dankwartsgrube wuseln einige Schüler leicht planlos umher, bis sie auf einer elektronischen Anzeigetafel entdecken, wo sie hingehören. Einige verlassen die Schule gleich wieder — sie müssen rüber zur Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie, wo ein Teil der insgesamt 2500 Schüler untergebracht ist, bis Ende September auch Trakt III der Schule in der Dankwartsgrube fertiggestellt ist.

Schulleiter Hermann Wolter hat um 9.30 Uhr „gerade den letzten Karton ausgepackt“. Er ist rundweg zufrieden. „Gestern Abend herrschte hier noch Chaos, aber heute kann der Unterricht losgehen — eine Punktlandung“, sagt Wolter, der froh ist, dass er und seine Kollegen sich nach drei Wochen „endlich wieder den pädagogischen Arbeiten widmen können“. Denn während die Schüler drei Wochen schulfrei hatten, betätigten sich die Lehrer in dieser Zeit seit dem Umzug von der Fischstraße in die Dankwartsgrube (die LN berichteten) nahezu täglich am neuen Standort. „Die letzten 14 Tage“, sagt Abteilungsleiter Volker Duden (63), „waren fast alle von früh bis spät da und haben geholfen.“ Auch sämtliche Gewerke und das städtische Gebäudemanagement hätten toll mitgezogen.

Technisch bestens ausgestattete Klassen- und Fachräume, ein großes Lehrerzimmer, Foyers mit gemütlichen Sitzgelegenheiten auf jeder Etage. „Wer sich hier nicht wohlfühlt, der ist echt am falschen Platz“, sagt Duden. Seine Kollegin Wiebke Hartmann (46), Abteilungsleiterin Büro- und Serviceberufe, kann das nur bestätigen. Ihr gefällt auch die Lage der neuen Schule gut: „Es ist wunderbar zentral und trotzdem sehr leise.“

Meckern können auch die Schüler nicht. Ein 20-jähriger Schüler zum Beispiel, der im Fachraum mit im Tisch versenkbaren PCs auf einem gepolsterten, in alle Richtungen verstellbaren Schreibtischstuhl sitzt, findet die Ausstattung „für eine Schule ziemlich beeindruckend“. Man habe „in sehr kurzer Zeit sehr gut umgebaut, alles ist modern“, bestätigt auch Liza Szodrzynski (19). Cafeteria-Chef George Pantas (45) ist begeistert: „Das ist optisch und technisch eine ganz andere Nummer als in der alten Schule, da hatten wir 60er-Jahre-Charme.“

Während hier alles gerade rechtzeitig fertig wurde, gibt es beim Abriss des alten Schulgebäudes in der Fischstraße eine Verzögerung: Eigentlich sollte der Abriss vor Ostern beginnen, doch weil ein Abrissunternehmer die Auftragsvergabe an einen Konkurrenten bemängelte, musste die Vergabe-Prüfstelle in Kiel erst tätig werden. Nach Prüfung sei nun der Auftrag an den ursprünglichen Abrissunternehmer erteilt, sagte Dennis Bunk, Bereichsleiter Gebäudemanagement. Eine weitere Verzögerung hätte Folgen für die Archäologen gehabt, wie Bereichsleiter Manfred Gläser sagt. „Eigentlich sollte die alte Schule schon Ende 2011 abgerissen werden. Wir haben beim Bund eine Verlängerung des Förderzeitraums um ein halbes Jahr erwirkt und erst einmal an anderen Stellen gegraben.“ Noch sei man einigermaßen im Zeitplan.

Sabine Risch

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