Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck „Zum Glück ist niemand verletzt worden“
Lokales Lübeck „Zum Glück ist niemand verletzt worden“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:31 04.06.2017
Feuerwehrleute löschen die letzten Glutnester nach dem Brand einer Doppelgarage mit Arbeitsschuppen auf dem Grundstück ihres Feuerwehrkameraden in Groß Grönau. Quelle: Fotos: Kröger, Ley (2)
Anzeige
Groß Grönau

Der Schreck steht Roland Oldenburg auch am Tag danach noch ins Gesicht geschrieben. Von seinen beiden Garagen mit Doppelcarport und Werkstattschuppen ist nur ein verkohltes Gerippe geblieben, daneben steht sein ausgebrannter Polo. „Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass meine Feuerwehr-Kameraden einmal ausgerechnet zu mir zum Einsatz ausrücken müssen“, sagt der geschockte Familienvater, der selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Groß Grönau ist.

Erleichterung nach Großeinsatz der Feuerwehr in Groß Grönau – Brand verursachte Gas-Explosion.

Bis zum vergangenen Freitagabend, als eine Explosion seine Garagen vernichtete und Groß Grönau erschütterte – Wellblechtrümmer und Glasscherben waren bis weit auf die Nachbargrundstücke geschleudert worden.

„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, als ich wusste, dass niemand verletzt worden ist. Alles andere kann man ersetzen“, so Oldenburg. Seine 18-jährige Tochter Antonia hatte aus dem Fenster ihres Zimmers im ersten Stock des Einfamilienhauses bemerkt, dass es bei den Garagen auf dem hinteren Teil des Grundstücks qualmte. „Als ich draußen war, schlugen schon die Flammen raus; da war kein Rankommen mehr“, so Oldenburg.

Tochter Antonia stürmte zur Straße, wo sich gleich gegenüber einer der drei Feuermelder des Ortes befindet und löste den Sirenenalarm aus. Als Wehrführer Axel Striepling nur wenige Minuten danach eintraf – die Feuerwache liegt nur wenige Hundert Meter entfernt – explodierten durch die Brandhitze die Propangas- und Sauerstoffflaschen im Schuppen von Roland Oldenburg. Die Explosion erschütterte den gesamten Ort, ließ Fensterscheiben bersten und schleuderte Wellblech- und Trümmerteile durch die Luft.

Tanja Heim war zwei Grundstücke weiter gerade mit dem elf Wochen alten Welpen „Kalle“ Gassi im Garten, als ein Stück der explodierten Gasflaschen wenige Meter entfernt wie ein Geschoss in ihren Rasen einschlug – ihr Mann Björn war schon vom Alarm zum Einsatz gerufen worden. Nachbar Andreas Müller hatte eben noch die „Tagesschau“ gesehen, als in der brennenden Garage einige Spraydosen hochgingen.

„Puff, puff, wie ein Silvesterfeuerwerk – da bin ich raus auf die Terrasse. Die Feuerwehr rollte gerade ihre Schläuche aus, als es einen fürchterlichen Knall gab, die Flasche schoss aus dem Dach, und Wellblechplatten segelten durch die Gegend.“ Am Tag danach sammelt sein Sohn Carsten Glasscherben von der Terrasse, die die Wucht der Explosion bis an die Hausfassade geschleudert hat. „Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können.“

Die Feuerwehren Groß Grönau, Groß Sarau und Pogeez waren mit 55 Männern bis nach 23 Uhr im Einsatz, um das Feuer zu löschen und ein Übergreifen auf die Reetdächer des Wohnhauses und der Nachbarhäuser zu verhindern.

Die genauen Umstände des Feuers wird die Brandermittlung am Dienstag untersuchen. Roland Oldenburg ist froh über das schnelle und beherzte Eingreifen seiner Feuerwehr- Kameraden – alltäglich ist auch für sie ein solcher Einsatz nicht.

Regine Ley

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Hochzeiten und Geburten der vergangenen Wochen.

03.06.2017

Rotarier: Enten-Rennen soll 15000 Euro für Schulkindförderung bringen.

03.06.2017

Tommy Hobeck kocht im Atlantic Grand Hotel.

03.06.2017
Anzeige