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Lübeck Zeitgleich: Zwei Brände halten Feuerwehr in Atem
Lokales Lübeck Zeitgleich: Zwei Brände halten Feuerwehr in Atem
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19:28 01.11.2018
In der Falkenstraße brannte ein Schuppen komplett aus. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Quelle: Holger Kröger
Innenstadt

Gleich zwei Brände haben die Feuerwehr am Dienstagabend in Atem gehalten. Gegen 19.45 Uhr mussten die Einsatzkräfte der Feuerwachen 1 und 2 sowie die Freiwilligen Feuerwehren Innenstadt und Padelügge-Buntekuh in die Straße Langer Lohberg ausrücken, weil dort im Keller eines Mehrfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen war. Der Kellerraum im Hinterhaus brannte bereits in voller Ausdehnung. In dem Raum befindet sich eine Sauna, ein Bewohner wollte sie von Ungeziefer befreien und heizte sie dazu an.

Die Polizei vermutet, dass ein technischer Defekt den Brand auslöste. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten alle Bewohner das Haus bereits verlassen. Verletzt wurde niemand. Insgesamt waren 62 Einsatzkräfte vor Ort. Sie wurden von Walter Isernhagen, der in unmittelbarer Nähe des Brandorts wohnt, mit heißem Kaffee versorgt. „Die Einsatzkräfte standen vor unserer Tür – und meine Ehefrau hatte dann die Idee. Da haben wir kurzerhand zwei Mal Kaffee aufgesetzt“, verrät der 76-Jährige. Und auch dem Eigentümer des Hauses, in dem das Feuer ausgebrochen war, hat Isernhagen geholfen: „Er stand barfuß vor der Tür – und ich gab ihm Socken, ein anderer Nachbar Schuhe.“

In der Straße Langer Lohberg brannte der Keller eines Hinterhauses. Quelle: Holger Kröger

Historische Bausubstanz

„Die Brandbekämpfung gestaltete sich sehr schwierig, da durch die massive Brandeinwirkung das Feuer in die hölzerne Geschossdecke gelaufen war, die nun aufwendig durch die Feuerwehr unter Würdigung der historischen Bausubstanz geöffnet und kontrolliert werden musste“, berichtet Feuerwehrsprecher Matthias Schäfer. Der alarmierte Entstörtrupp der Stadtwerke Lübeck hatte das Gebäude vorsorglich von der Energieversorgung getrennt, um weitere Gefahrenquellen auszuschließen.

Schuppen in Flammen

Nur rund 20 Minuten später wurde der Feuerwehr ein Brand an der Falkenstraße in der Nähe einer Tankstelle gemeldet. In Sichtweite der ersten Brandstelle stand ein großer Schuppen, der an einen leerstehenden Gewerbebetrieb grenzt, in Flammen. Die Feuerwachen 3 und 4 sowie die Freiwillige Feuerwehr Dänischburg rückten mit 16 Einsatzkräften aus. Sie konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Während der Einsätze wurde die Feuerwehrwache durch die Freiwilligen Feuerwehren Vorwerk und Schönböcken besetzt. In beiden Fällen hat das Kommissariat 11 die Ermittlungen aufgenommen.

Großfeuer im September

Erst Ende September hatte ein Großfeuer in der Altstadt für Aufsehen gesorgt. An der Wakenitzmauer war ein Mehrfamilienhaus in Brand geraten. 14 Bewohner konnten gerettet werden, eine Frau musste mit einer Drehleiter aus ihrer Wohnung befreit werden. 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ausgebrochen war der Brand in einer Küche in der dritten Etage, zwischen dem dritten und dem vierten Geschoss war die Decke eingestürzt, auch Teile der Dachkonstruktion konnten nicht gerettet werden. Hinweise auf Brandstiftung oder ein Fremdverschulden konnten die Ermittler nicht finden. Die Beamten vermuteten aber fahrlässige Brandstiftung, beispielsweise durch einen angeschalteten Herd, den ein Bewohner vergessen hatte.

Maike Wegner

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