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Lübeck Ein Otto zum Advent
Lokales Lübeck Ein Otto zum Advent
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20:09 08.12.2018
Umlagert von Fans nimmt sich Otto im Cinestar viel Zeit, um Autogramme zu schreiben. Quelle: Olaf Malzahn
Lübeck

Dieses Kino-Erlebnis wird in Erinnerung bleiben – ganz sicher. Und viele können ihr Glück gar nicht fassen. „Es ist ein Kindheitstraum von mir, ihn mal live zu sehen“, sagt Bianca Jackisch, die erst kürzlich nach Lübeck gezogen ist. Sie habe einfach denselben Humor und schon immer seine Witze geliebt. „Es ist großartig“, schwärmt sie. Spalier hinter der Absperrkordel in der Warteschlange steht auch der bekennende Otto-Fan Robin Neubauer. Er hat eine selbst gefertigte Zeichnung mit dem Konterfei des legendären Multitalents aus Emden bei sich. „Ich möchte das Bild gern von ihm unterschreiben lassen“, erklärt der junge Mann.

Auf Promotion-Tour im Advent

Beide haben gerade im Cinestar-Kino 1 den Film „Der Grinch“ gesehen. Spätestens seit der Verfilmung des amerikanischen Kinderbuchklassikers mit Schauspieler Jim Carrey aus dem Jahr 2000 in der Hauptrolle ist der grüne Weihnachtshasser auch in Deutschland bekannt. Nun – mit der Stimme von Otto Waalkes versehen – darf der quietschgrüne Miesepeter in einer animierten Neuversion einen neuen Angriff auf das „Fest der Liebe“ starten. Und Otto ist derzeit auf Promotion-Tour durch die Lichtspielhäuser. „Während der Adventstage und der Festtage ständig reisen zu müssen, ist zwar nicht so besinnlich. Aber ich feier’ ja mit den Fans, und das ist auch herrlich“, erklärt er im LN-Interview.

Während Bianca Jackisch und Robin Neubauer, die gerade in Saal 1 waren, schon im Foyer auf den Star warten, ist dieser noch in Kinosaal 2. Dort hat der Film zeitversetzt angefangen; denn alle „Grinch“-Gucker sollen zum Abschluss des Films noch in den Genuss einer kleinen Otto-Show kommen. Begrüßt von großem Applaus schreitet dieser die Kinosaal-Stufen hinunter. Auf ein „Hallo, Lübeck!“ folgt unmittelbar ein „Hallo, Otto!“. Zehn Minuten in typischer, unterhaltsamer Otto-Manier folgen, Witze und Songs.

Auf einen Tee mit Otto

LN: Was haben Sie für ein Verhältnis zu Weihnachten?

Otto: Ich bin engagiert worden, um diesen Grinch zu synchronisieren. Und plötzlich muss ich während der Adventszeit und der Festtage durch die Kinos reisen. Da werde ich Weihnachten wohl mögen müssen. Doch ich feier’ mit meinen Fans, und das ist auch herrlich. Das ist ja die Botschaft in diesem Film – der Grinch hasst ja gar nicht Weihnachten; er hasst es lediglich, allein zu sein.

LN: Wie halten Sie es mit Lübeck?

Otto: Ich liebe diese Stadt; es ist ja schon fast meine Heimat hier. Zudem bin ich ein echter Marzipanfreak. Es gab auch mal einen Niederegger-Marzipan-Ottifanten – was für mich eine große Anerkennung war.

LN: Nach Ihrer Sprecherrolle als Faultier Sid in den „Ice Age“-Filmen leihen Sie dem Grinch ihre Stimme. Wie gehen Sie bei so einem Auftrag vor?

Otto: Erst mal schaue ich mir in Ruhe den ganzen Film in der englischen Originalversion an, so dass ich einen Einblick in den Charakter der Rolle bekomme. Dann geht man ins Tonstudio – das ist wie Einzelhaft –, wo man Stück für Stück den Film synchronisiert zusammensetzt. Dann verwächst man wirklich immer mehr mit dem Wesen, dem man seine Stimme verleiht. Wenn ich dann noch etwas Ottospezifisches einbringen kann, macht es echt Spaß. Außerdem: Es ist ein gut bezahlter Job, und ich bin ja auch so käuflich . . .

LN: Sie haben bestimmt schon die nächsten Projekte geplant, oder?

Otto: Natürlich. Jetzt kommt zum Beispiel das Musical „Otto, die sieben Zwerge – Männer allein im Wald“ – da arbeiten wir dran. Und das Filmkonzept „Otto ist Catweazle“ beschäftigt uns schon.

LN: Vielen Dank für das Interview!

So wird zum Beispiel zur Melodie des Gute-Laune-Hits „Always Look at the Bright Side of Life“ eigens ein Lübeck-Lied intoniert – mit den Zeilen „Ich bin so gern in Lübeck, das ist ’ne schöne Stadt, weil sie so viel Süßigkeiten hat. Der Lübecker kann stolz sein auf seine Stadt, weil er sonst ja keine andere hat.“ Und „Sirene Fischer“ darf den Hänsel-und-Gretel-Song mit dem Refrain „Atemlos durch den Wald ziehen die beiden und der Wald ist arschkalt“ beisteuern.

Otto hautnah bei den Fans

„Ich bin ein echter Marzipanfreak“, bekennt der Wahl-Hamburger im LN-Interview, „und ich liebe diese Stadt. Ich war ja schon so häufig hier, dass es ja schon fast meine Heimat ist.“ Dann folgt der Moment, dem viele entgegengefiebert haben. Der Star geht auf Tuchfühlung mit seinen Fans. Wie ein jugendlicher Wirbelwind, in giftgrünem Sakko und mit Grinch-Cap, arbeitet er sich geduldig und professionell über den roten Teppich durch das Spalier im Foyer. Ottifanten-Poster, LP-Cover, Fotos, Notizblöcke werden ihm entgegengestreckt, für unzählige Selfies steht er bereit. Die neunjährige Frida bekommt ein Autogramm. „Ich liebe Weihnachten“, sagt das Mädchen. Als Otto schließlich gegen vier Uhr das Kino verlässt, steht das nächste Ziel schon fest – Bremen. Klar, auch dort soll „Der Grinch“ die Kinokassen füllen.  

Ein Star zum Anfassen

  

Michael Hollinde

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