Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck „TH 2030“ mit 10 000 Studierenden?
Lokales Lübeck „TH 2030“ mit 10 000 Studierenden?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:53 27.09.2018
Zu den ersten, die ihre Wünsche für die TH an den Apfelbaum heften, gehören (v. l.) Alt-Rektor Prof. Stefan Bartels, Michael Jäger von der FH des Bundes Fachbereich Bundespolizei, TH-Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig, Prof. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein, sowie Bachelorstudentin Katja Müller. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
St. Jürgen

Sie wollten warten, bis das Wintersemester und damit der reguläre Studienbetrieb läuft und haben sich deshalb die dreieinhalb Wochen Wartezeit gegönnt. Während die TH offiziell schon seit dem 1. September ihren neuen Namen tragen darf, wird jetzt mit einem Festakt im großen Hörsaal dieser historische Moment in der 49-jährigen Geschichte der Fachhochschule Lübeck gewürdigt.

„Nun endlich schreiben wir drüber, was in uns steckt“, begrüßt TH-Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig die rund 200 Gäste, darunter auch viele Studierende. Und es sei Zeit, dafür „Danke“ zu sagen. „Die Idee selbst wurde schon früh geboren, der ehemalige Bürgermeister Bernd Saxe ist an dieser Stelle ebenso zu nennen wie mein Vorgänger im Amt, Prof. Stefan Bartels“, erläutert sie. Beide sind in den Hörsaalreihen genauso zu sehen, wie ehemalige Präsidiumsmitglieder und zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und von Stiftungen.

Es sei wichtig, über den Namen das eigene Profil zu schärfen und so die erste Technische Hochschule in Schleswig-Holstein geworden zu sein. „Denn wir waren schon mal ganz vorne mit dabei; 1968 wurde der Typus Fachhochschule überhaupt erst erfunden, und als 1969 die ersten drei FHs gegründet worden sind, waren wir darunter“, erklärt Helbig. Nächstes Jahr wird daher auf dem Campus unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten das 50-jährige Jubiläum der FHs in Deutschland zentral in der Hansestadt gefeiert.

Musikalisch gestaltete das Duo Nebulo, Ekaterina Tumanova (Keyboard) und Ivan Tumanov (Saxofon), die Feier im TH-Hörsaal. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Die TH liegt mit der Umbenennung übrigens voll im Trend. So gibt es nach Auskunft des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) mittlerweile von vormals 240 Fachhochschulen bundesweit nur noch 30, die ihren Namen beibehalten haben. Festredner Prof. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein und Hochschulmanager des Jahres 2017, ist anschließend voll des Lobes für den vollzogenen Schritt: „Ich gratuliere dieser Hochschule von Herzen, dass sie zum Aufbruch in eine verheißungsvolle Zukunft bläst, dass sie sich mutig und ehrgeizig in den Wettbewerb um akademische Reputation begibt.“

Es werde der Hochschule enorm nützen. Denn: „Wie alle Kollegen von Frau Helbig heimlich den Hut ziehen und die TH Lübeck um ihren neuen Namen beneiden, so werden viele interessante Studierende kommen, weil der Name TH Lübeck in ihrem Lebenslauf ihnen mehr Respekt verschafft; so werden viele interessante Menschen sich auf ausgeschriebene Professuren bewerben, weil der Name TH Lübeck nach innovations- und transferorientierte Forschung im Dienste der Region klingt. Und eine starke TH Lübeck nutzt ebenso der Region, in ihrer Rolle als Mittelstandsprofis und Innovationstreiber“, so von Grünberg weiter.

Auch der Kieler Staatssekretär Dr. Oliver Grundei, der eine Videobotschaft seines Chefs, Ministerpräsident Daniel Günther, mitgebracht hat, attestiert der TH sehr große Chancen und überbringt die besten Wünsche des Landes. Niedergeschrieben werden weitere von jedem Festgast und anschließend in einem symbolischen Akt an die Äste eines Apfelbaumes gehängt. Für die TH-Präsidentin ist ihre Wunschliste mit dem Stichwort „TH 2030“ verbunden. So wünscht sie sich unter anderem, mittelfristig doppelt so viele Studierende – also knapp 10 000 – aufnehmen zu können. Ein Wunsch, der nicht nur den Staatssekretär noch lange beschäftigen wird.

Michael Hollinde

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lübeck Bürgerschaft im Rathaus - Parkhaus Wehdehof: Aufzug muss weg

Das Parkhaus Wehdehof ist zu hoch gebaut. Das erklärt Bausenatorin Joanna Hagen (parteilos) in der Bürgerschaft. Nun fordert die Stadt, dass der Investor alle illegalen Aufbauten auf dem Dach abreißt.

28.09.2018

Billige Bustickets gegen den Stau: Der Vorschlag der Grünen wird in der Bürgerschaft abgebügelt. Ohne Diskussion. SPD und CDU wollen nicht über Lübecks Verkehrsprobleme reden.

27.09.2018

Auf dem Bauspielplatz Roter Hahn hat der Bau eines Klosters nach mittelalterlichem Vorbild begonnen. Die Idee entstand vor 15 Jahren. Am Sonnabend wird die Grundsteinlegung gefeiert.

28.09.2018