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Lübeck TH begrüßt erstmals Erstis
Lokales Lübeck TH begrüßt erstmals Erstis
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19:49 10.09.2018
Der erste stellvertretende Stadtpräsident, Klaus Puschaddel, begrüßt in St. Petri die Erstsemester der TH Lübeck. Quelle: Felix König/Agentur 54°
Innenstadt

 Klaus Puschaddel möchte an diesem Vormittag den historischen Moment besonders auskosten. „Sehr geehrte Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck – es ist auch für mich eine Premiere; deshalb möchte ich es noch einmal wiederholen“, entschuldigt er sich und hebt erneut an: „Sehr geehrte Präsidentin der Technischen Hochschule Lübeck!“ So wie dem stellvertretenden Stadtpräsidenten geht es diesmal wohl vielen in St. Petri; diese Willkommensfeier für die neuen Studierenden – seit etlichen Jahren eigentlich schöne Routine für die Begrüßungsredner in der Hochschulkirche – ist eine ganz besondere. Denn Anfang des Monats wurde die Fachhochschule Lübeck (FHL) in Technische Hochschule Lübeck (THL) umgetauft. Entsprechend ist dies die erste offizielle TH-Zeremonie.

Knapp 1000 Neuzugänge füllen das Kirchenschiff, um so dem Anlass entsprechend in ihren nächsten Lebensabschnitt einzutreten. „Dieser festliche Rahmen ist kein Zufall“, erklärt der „Hausherr“, Pastor Dr. Bernd Schwarze, der hier traditionell das erste Wort hat. „Wir möchten Ihnen zeigen, dass Sie uns wertvoll und wichtig sind. Und spätestens in einigen Jahren, zur Graduierungsfeier, werden wir Sie genauso feierlich verabschieden.“ Aber zwischendurch gebe es noch genügend Anlässe, um mal in der Kulturkirche St. Petri vorbeizuschauen – so sei zum Beispiel für das kommende Jahr eine akademische Ringvorlesung zur Thematik „Wissenschaft und Kunst“ geplant, kündigt der evangelische Theologe an.

TH-Präsidentin Muriel Helbig. Quelle: Felix König/Agentur 54°

30 nationale und internationale Bachelor- und Masterstudiengänge in natur-, ingenieur-, wirtschaftswissenschaftlichen und technisch ausgerichteten Studienfächern bietet die TH an. Dabei kann sich der Fachbereich Maschinenbau und Wirtschaft nun mit 350 an der Zahl über die meisten Erstsemester freuen. „Es ist das erste Mal, dass wir uns in Petri als Technische Hochschule zusammenfinden – ein wirklich schöner Moment, auf den wir lange hingearbeitet haben“, sagt die Präsidentin Dr. Muriel Kim Helbig. So habe es die konkrete Überlegung zur Umbenennung schon seit dem Jahr „Stadt der Wissenschaft 2012“ gegeben. Im Juli 2017 fand dann der entscheidende Schritt auf dem Campus statt, als in der letzten Sitzung des Sommersemesters der FH-Senat mit einer eindeutigen Mehrheit von zwölf zu eins Stimmen für den neuen Namen votierte.

„Trotzdem rutscht einem ab und zu noch das Wort ,Fachhochschule’ heraus“, erklärt Helbig, „und das ist auch nicht verkehrt. Denn vom Herzen her bleiben wir eine Fachhochschule – vom Profil her sind wir technisch ausgerichtet.“ Für die zulassungsfreien Studiengänge erwartet die Hochschule am Mönkhofer Weg übrigens noch weitere Einschreibungen. Für den offiziellen Vertreter der Hansestadt, Klaus Puschaddel, sind die insgesamt knapp 10 000 Studierenden in Lübeck – 4900 davon an der TH – „eine große Herausforderung und große Chance zugleich“. Zum Abschluss gibt er ihnen noch eine Lebensweisheit des US-Großindustriellen Henry Ford mit auf den Weg – „ob du denkst, du kannst es, oder du kannst es nicht, du wirst auf jeden Fall recht behalten.“

Eindrücke aus St. Petri

Offizieller Semesterstart auf dem Campus ist Montag, 24. September. Jetzt stehen noch zwei Orientierungswochen für die Erstsemester an. Dafür gibt es von Dekan Stefan Müller noch einen handfesten Tipp: „Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn Sie mit dem Bus fahren. Die Haltestelle heißt nach wie vor ,Fachhochschule’“.

Michael Hollinde

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