Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lübeck Uni Lübeck ergattert Wissenschaftspreis
Lokales Lübeck Uni Lübeck ergattert Wissenschaftspreis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 29.11.2018
Seit über zehn Jahren wird am Institut für Medizintechnik der Universität zu Lübeck unter Leitung von Professor Thorsten Buzug ein neuartiges bildgebendes Verfahren für die Medizin, kurz MPI, erforscht. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Bremen

Drei erste Platzierungen für schleswig-holsteinische Forscher-Teams gab es am Donnerstag beim Norddeutschen Wissenschaftspreis 2018 in Bremen. Auf Platz zwei landete dabei das seit mittlerweile über zehn Jahren am Institut für Medizintechnik der Uni Lübeck erforschte Bildgebungsverfahren namens Magnetic Particle Imaging (MPI). An dem Verbundprojekt sind neben den lübschen Forschern auch noch Kollegen der Universität Hamburg und der Technischen Universität Hamburg beteiligt. Die Wissenschaftler erhalten insgesamt 75 000 Euro Preisgeld.

MPI nutzt die einzigartigen magnetischen Eigenschaften von gerade einmal 0,00001 Millimeter großen Eisenoxidteilchen, um 3-D-Bilder aus lebenden Organismen zu erzeugen. Die winzigen Magnete, die etwa 50 mal kleiner sind als die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes, werden dazu mit unbedenklichen Magnetfeldern angeregt. Und unter geeigneter Anregung geben die Partikel charakteristische elektromagnetische Signale ab, aus denen dreidimensionale Bilder für die Diagnostik von Krankheiten berechnet werden können. Das Verfahren eröffnet also die Möglichkeit, Gefäße ohne eine für Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende potenziell gefährliche ionisierende Strahlung darzustellen.

Ministerin lobt hohe Qualität der Forschung

Den mit 125 000 Euro dotierten ersten Platz errang das Forschungsprojekt „Multi-Meta-Omik: Neue Technologien für neue Herausforderungen der Norddeutschen Landwirtschaft im Klimawandel“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen. Den dritten Preis (50 000 Euro) gewinnt „Die (Epi-)genetische Architektur des Alterns – eine Mehrgenerationenstudie an Flussseeschwalben“ ebenfalls der Kieler Uni in Kooperation mit dem Max-Plack-Institut für Evolutionsbiologie Plön und dem Institut für Vogelforschung. Die Gewinner setzten sich gegen 13 Mitbewerber-Projekte durch.

„Das ist ein Riesen-Erfolg für unsere Wissenschafts-Teams und zeigt die hohe Qualität der Forschung im Land“, sagt die Kieler Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU). „Alle drei Preise gehen an Projekte, die von schleswig-holsteinischen Hochschulen eingereicht wurden oder an denen sie oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt waren. Und auch unter den weiteren Platzierungen sind Hochschulen aus unserem Bundesland erstklassig vertreten. Das ist schon sehr bemerkenswert.“

Naturwissenschaften als Thema für 2020

Bremens Wissenschaftssenatorin Prof. Eva Quante-Brandt übergab die Preise am Donnerstag im Rahmen eines Festakts im Haus Schütting in Bremen. Bei der Feier waren alle norddeutschen Wissenschaftsministerien hochrangig vertreten. Der Preis wird von den Wissenschaftsministerinnen und -ministern der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg gemeinsam vergeben. In diesem Jahr wurden zum sechsten Mal länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft geehrt.

Der Wettbewerb 2018 war für den Bereich „Lebenswissenschaften“ ausgeschrieben. Gesucht wurden norddeutsche länderübergreifende Wissenschaftsprojekte in den Lebenswissenschaften, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz auszeichnen und durch ihren wissenschaftlichen Ertrag einen Beitrag zur Stärkung und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher wissenschaftlicher Netzwerke leisten. Erstmals konnten auch innovative Projektideen eingereicht werden, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Stärkung und Wettbewerbsfähigkeit norddeutscher wissenschaftlicher Netzwerke zu leisten. Ausschreibungsthema für den nächsten Wettbewerb 2020 (Federführung Schleswig-Holstein) sind die Naturwissenschaften.

Michael Hollinde

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Lübecker Kinderschutzbund übernimmt die Trägerschaft des Büros für sozialpädagogische Beratung und Fortbildung. Der langjährige Inhaber, Helmer Haag- Vermehren, bietet weiterhin Beratungen an.

29.11.2018
Lübeck Proteste vor dem Rathaus - Rosa Teppich und Wäscheleine

Das Bündnis „Gleichstellung jetzt!“ empfing die Politiker mit einem rosa Teppich vor dem Rathaus und fordert einen Gleichstellungsausschuss. Ein Verein hängte Bürgerwünsche auf.

29.11.2018

Im Einkaufszentrum Buntekuh wird es wahrscheinlich weiteren Leerstand geben. Der Eigentümer hat mehreren Geschäften die Mietverträge gekündigt. Das wurde Mittwochabend am Rand der Stadtteilkonferenz mit Bürgermeister Jan Lindenau bekannt.

29.11.2018