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Nordwestmecklenburg 108 Teilnehmer beim 10. Aluman in Grevesmühlen
Lokales Nordwestmecklenburg 108 Teilnehmer beim 10. Aluman in Grevesmühlen
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07:45 05.07.2016
Mit kräftigen Arm- und Beinzügen durchschwammen am Sonnabend die 99 Männer und neun Frauen des 10. Alumans den Ploggensee in Grevesmühlen. Fotos (5): Dirk Hoffmann
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Grevesmühlen

Der Jubiläumsdreikampf wurde zu einem Event der ganz besonderen Güte.

Kurz nach 15 Uhr befanden sich die 99 Männer und neun Frauen bereits im Ploggensee. Ungeduldig warteten sie auf das Signal zum Start. Jan Griewald, einer der Hauptorganisatoren, ließ sie da noch ein bisschen warten. Gemeinsam zählten sie die letzten 15 Sekunden herunter, ehe dann um 15.15 Uhr der Wettkampf begann. Griewald sprang als Letzter in den Ploggensee, ganz vorne wurde da längst das Wasser von den ambitionierten Teilnehmern durchpflügt.

108 Teilnehmer beim 10. Aluman in Grevesmühlen / Vorjahressieger Robert Prahl gewinnt erneut.

Der Vorjahressieger Robert Prahl aus Schwerin setzte sich sofort an die Spitze. Für die 500 Meter im Ploggensee benötigte er gerade einmal 7:17 Minuten und stieg somit auch als Erster aus dem Wasser. Ähnlich souverän meisterte der 31-Jährige die anschließenden 21 Kilometer auf dem Fahrrad und ging mit einem großen Vorsprung auf die abschließende 6,5 Kilometer lange Laufstrecke. Nach einer Stunde und sechs Minuten erreichte er ungefährdet und überglücklich als Sieger das Ziel. Ganz so leicht und locker wie angenommen war es für den Schweriner nach eigener Einschätzung dann aber doch nicht. Er fand es anfangs sehr kalt, auch der Wind auf der Radstrecke machte ihm zu schaffen, wie er kurz nach dem Zieleinlauf erklärte.

Hinter dem ebenfalls aus der Landeshauptstadt kommenden Cornelius Wermann (39) erreichte der Wismarer André Mack als Dritter das Ziel. „Es ist super gelaufen“, meinte der 36-Jährige, der das zweite Mal bei diesem Aluman an den Start ging. Kurz nach ihm folgte Raik Hellwig (39) vom Team der Radgiganten aus Ludwigslust, der mit sich und seiner Leistung ebenfalls rundum zufrieden war. Das traf auch auf den 43-jährigen Matthias Lampe vom Team der Gaensefurther Sportbewegung bei Staßfurt aus Sachsen-Anhalt zu. Unter den Augen seiner Frau Annett (45) und seines Sohnes Finn (8) belegte er den zwölften Platz.

Vom Campingurlaub in Boltenhagen waren die drei angereist und bereuten ihr Kommen nicht. Dass Matthias Lampe bei seiner Premiere des Alumans unter den 99 Männern gleich soweit vorne landete, war indes kein Zufall. Denn 13 bis 14 Stunden treibt er in der Woche Sport. Dazu gehören zwei Schwimm- und drei Laufeinheiten sowie ein tägliches Radtraining.

Gleich beim ersten Mal ganz oben auf dem Treppchen stand Paula Wermann. Die 17-Jährige aus Schwerin lag nach dem Schwimmen noch an zweiter Stelle, übernahm dann nach dem Radfahren die Führung, die sie bis zum Schluss nicht mehr abgab. Hinter der Zweitplatzierten Wiebke Meyer (23) aus Wismar kam die Mutter der Siegerin, Christine Wermann (44), auf den dritten Platz.

Mit etwas Lampenfieber war Jeanette Kohagen an den Start gegangen. Für die 40-jährige erfahrene Läuferin aus Wismar war es der erste Triathlon. Sie schlug sich sehr wacker. Unter den neun Teilnehmerinnen belegte sie den 7. Platz. Dabei ließ die Frau aus der Hansestadt noch dutzende Männer hinter sich.

Ergebnisse

Männer:

1. Platz – Robert Prahl aus Schwerin (1:06:47),

2. Platz – Cornelius Wermann aus Schwerin (1:09:45),

3. Platz – André Mack aus Wismar (1:10:21)

4. Platz – Raik Hellwig aus Ludwigslust (1:10:43)

5. Platz – Brun Keller (1:13:16) Frauen:

1. Platz – Paula Wermann aus Schwerin (1:20:56),

2. Platz – Wiebke Meyer aus Wismar (1.22:58),

3. Platz – Christine Wermann aus Schwerin (1:23:48)

4. Platz – Juliane Gross (1:28:17) aus Lübeck

5. Platz – Petra Schierz (1:30:37)

• Alle Ergebnisse im Internet auf www.aluman-gvm.de

Unterstützung für erkrankten Sportler

Trotz aller Euphorie und Hingabe für ihren Sport war für Bertold Martens und einige weitere Teilnehmer aus Grevesmühlen das Ergebnis beim diesjährigen Aluman zweitrangig. Sie bestritten in pinkfarbenen T-Shirts mit der Aufschrift „Maik, du schaffst das“ den Wettkampf. Dabei dachten sie an den ebenfalls sehr sportbegeisterten Maik Richter. Der Ausdauerathlet war beim Aluman immer mit dabei. Aufgrund einer Erkrankung konnte er diesmal aber nicht antreten. Seine Sportfreunde bedauerten das sehr. Für seine Rehabilitation wünschten sie ihm alles Gute. Für sie war wichtig, dass ihre Botschaft wahrgenommen wird und dass sie den gemeinsamen Freund unterstützen. Rückstände oder Zeiten interessierten diese Triathleten beim Jubiläums-Aluman deshalb weniger. Dennoch konnten sie sich mit einer Zeit von einer Stunde und 32 Minuten im Mittelfeld der über 100 Teilnehmer platzieren. Auch das war den Zuschauern einen Extra-Applaus wert.

 dh

 Dirk Hoffmann

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