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Nordwestmecklenburg 1500 Zuschauer bei der Premiere im Piraten Open Air
Lokales Nordwestmecklenburg 1500 Zuschauer bei der Premiere im Piraten Open Air
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23:16 23.06.2017
Die beiden Hauptdarsteller Laura Koppka als Angelina de Loreal und Benjamin Kernen in der Rolle des Capt’n Joshua Flint. Quelle: Foto: Dpa
Grevesmühlen

 Zweieinhalb Stunden beste Unterhaltung für die rund 1500 Premierengäste und ein erleichterter Intendant Peter Venzmer – das ist die Bilanz des diesjährigen Auftaktes.

Klicken Sie hier, um zahlreiche weitere Eindrücke der Piraten-Premiere 2017 zu sehen.

Tickets

Karten für das Piraten Open Air in Grevesmühlen gibt es ab 13 Euro im Pressehaus in Grevesmühlen (August-Bebel-Straße 11, ☎ 03881 / 787870), im Internet unter shop.ostsee-zeitung.de und bei den Piraten an der Schweriner Landstraße (☎ 03881 / 756600) oder im Internet unter www.reservix.de.

Nachdem in der Vorsaison 2200 Tonnen Sand die Kulisse für die zwölfte Episode bildeten, haben die Bühnenbauer in den vergangenen zwei Monaten die Stadt Cartagena in Kolumbien nachgebaut. „Der Sand im vergangenen Jahr hat uns wirklich Kraft und Nerven gekostet“, so Peter Venzmer. Denn nicht nur für die Schauspieler war es kraftraubend, auch die Kulissen haben gelitten. „Etliche Tonnen sind im See gelandet, die mussten wir wieder rausholen.“ Doch das ist Geschichte, in dieser Saison kann Venzmer auf ein Ensemble mit erfahrenen Schauspielern zurückgreifen – ohne Promis in der Crew. „Es ist ein Experiment. Wir werden sehen, wie es läuft“, so der Intendant.

48 Schauspieler und Statisten sind auf den 18 verschiedenen Bühnenbildern zu erleben. 62 Vorstellungen spielen die Männer und Frauen um Hauptdarsteller und Regisseur Benjamin Kernen bis zum Abschluss am 2. September. Dann wollen die Grevesmühlener Theater-Piraten die Marke aus dem Vorjahr knacken, als mehr als 63000 Zuschauer zusahen, wie Capt’n Flint gefangen genommen wurde. In der aktuellen Episode versucht seine Mannschaft, ihn aus Cartagena zu befreien. Ob sie es schafft, sehen die Zuschauer am Ende der zweimal 60 Minuten (plus 25 Minuten Pause) dauernden Vorstellung. Das Ende ist nicht nur spannend, sondern auch spektakulär, wie Peter Venzmer verrät. In den letzten Minuten der Aufführung gibt es jede Menge Effekte zu erleben.

Die wichtigsten Zahlen

2004 brodelte die Gerüchteküche in Grevesmühlen. Ein Theater wolle sich in der Stadt ansiedeln, hieß es anfangs hinter vorgehaltener Hand. Schließlich wurde das Thema in der Stadtvertretung publik. Die Suche nach einem geeigneten Standort für das Piraten- Spektakel sorgte für heftige Debatten.

Nordöstlich des Ploggensees oder doch am Kiebitzmoor? Viele Plätze wurden diskutiert, am Ende fiel die Wahl auf die Wiese am Ploggensee. Im Frühjahr 2005 stand die Bühne. Die Proben hatten kaum begonnen, da gingen einige Anwohner auf die Barrikaden. Es sei viel zu laut, das Feuerwerk zu heftig und der Standort gänzlich ungeeignet.

Intendant Peter Venzmer hatte alle Hände voll zu tun, um die aufgebrachten Gemüter zu beruhigen. Bis zu 500 Zuschauer kamen pro Vorstellung. 21000 waren es in der ersten Saison. Doch die Proteste blieben, das Theater zog um. Nach zwei Jahren zogen die Piraten an ihre neue Spielstätte, den südlichen Stadtrand.

63542 Besucher kamen in der Saison 2016, knapp 60000 waren es im Jahr zuvor. Wie Intendant Peter Venzmer erklärte, schreibe das Theater seit drei Jahren schwarze Zahlen.

1,6 Millionen Euro kostet laut Peter Venzmer die Produktion für eine einzige Saison.

 Michael Prochnow

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