Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg 160 Feuerwehrleute kämpfen gegen Großbrand
Lokales Nordwestmecklenburg 160 Feuerwehrleute kämpfen gegen Großbrand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:39 07.08.2018
Die Rauchsäule über Dorf Gutow ist kilometerweit zu sehen. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Damshagen

"Seit dem Diensttagnachmittag sind bei einem Großbrand im Landkreis Nordwestmecklenburg über 160 Kameraden aus 14 Feuerwehren im Einsatz", sagte ein Polizeisprecher am späten Dienstagabend.

Gegen 15 Uhr sei in einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Gemeinde Damshagen ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen griffen bisher auf fünf Strohmieten und drei Lagerhallen, darunter ein Reifenlager, über. Für ein in der Nähe stehendes Mehrfamilienhaus bestand die Gefahr, dass die Flammen auch dieses erfassen könnten. Entsprechend seien die zehn Bewohner dieses Objektes durch Polizeikräfte in Sicherheit gebracht worden.

Ein Feuer auf einem Bauernhof in Dorf Gutow hat am Dienstag 14 Feuerwehren auf den Plan gerufen. Es brannten Strohmieten und ein Reifenlager. Der Schaden beträgt 500.00 Euro. Die Löscharbeiten werden noch tagelang dauern.

Personen oder Tiere des Hofes kamen nach dem aktuellen Ermittlungsstand bisher nicht zu Schaden. Der Sachschaden wird bereits jetzt auf über 500.000 EUR geschätzt. "Die örtlichen Gegebenheiten beeinträchtigen die Löscharbeiten erheblich", sagte der Sprecher. Durch die Feuerwehr wird ein vollständiger Abschluss der Maßnahmen in vier Tagen erwartet.

Aus der Milchviehanlage mussten teilweise die Tiere evakuiert werden. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Die Brandursache ist noch völlig unklar. Die Löscharbeiten gestalten sich offenbar schwierig, da das Löschwasser zur Brandstelle transportiert werden muss. 

Die Ermittlungen zur genauen Brandursache wurden aufgenommen. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen die Erkenntnisse dazu noch keine abschließende Bewertung zu. Aufgrund der umfangreichen Löscharbeiten sowie der starken Rauchentwicklung kommt es im Bereich weiterhin zu Beeinträchtigungen.

Michael Prochnow/Kilian Haller