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2,3 Millionen Euro Investition für West I

2,3 Millionen Euro Investition für West I

Die Stadt Grevesmühlen steht kurz davor, das Firmengelände am Börzower Weg zu kaufen.

Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz

Grevesmühlen Die Verhandlungen laufen seit mehr als zehn Jahren, jetzt stehen sie kurz vor dem Abschluss. Grevesmühlens Bürgermeister Jürgen Ditz über die geplanten Investitionen am Börzower Weg. Nach LN-Informationen belaufen sich die Kosten für den Ankauf und die Beräumung des Industrie-Geländes auf rund 2,3 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen noch 2016 beginnen.

LN-Bild

Die Stadt Grevesmühlen steht kurz davor, das Firmengelände am Börzower Weg zu kaufen.

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Das Sägewerk-Areal

Auf dem ehemaligen Sägewerks-Gelände sollen ebenfalls Bauplätze für Eigenheime entstehen. Derzeit laufen die Gespräche mit den dort ansässigen Unternehmen, zwei Tischlereien und einer Spielothek.

Die Stadt kauft West I, 2,3 Millionen Euro sind nicht gerade ein Schnäppchen.

Jürgen Ditz: Zum Preis sage ich ich nichts, nur soviel: Bei den Kaufpreisverhandlungen waren wir erfolgreich aus unserer Sicht. Es gab eine Einigung mit Ceravis (Eigentümerin der Flächen, Anm..

d. Red.), mit der beide Seiten leben können. Die Kosten sind tragbar für den städtischen Haushalt.

Ist ein Nachtragshaushalt für 2016 notwendig?

Ditz: Im Moment sieht es so aus, dass wir keinen Nachtragshaushalt brauchen. Dass wir mit dem Kreditrahmen, den wir bislang nicht in Anspruch genommen haben, auskommen könnten. Ganz auszuschließen ist ein Nachtragshaushalt nicht. Das hängt davon ab, ob zusätzliche Investitionen in diesem Jahr notwendig sind, die wir jetzt noch nicht absehen können.

Die da wären?

Ditz: Wenn wir beispielsweise noch Fördermittel für einige unserer Projekte bekommen, die wir beantragt haben, und dann den Eigenanteil aufbringen müssen, dann zum Beispiel.

Geht es beim Kauf am Börzower Weg um einzelne Bereiche oder die ganze Fläche?

Ditz: Es geht um das gesamte Gelände von den Kleingärten bis hin zu den Bahnschienen. Für einen Teil hatten wir eine Optionsvereinbarung mit Ceravis zu einem deutlich niedrigeren Preis. An diese Vereinbarung hält sich Ceravis auch. Und jetzt gibt es einen Gesamtpreis für die komplette Fläche.

Das bedeutet, die Verhandlungen sind abgeschlossen?

Ditz: Wir haben unsere Preisvorstellungen genannt, Ceravis hat geantwortet. Wir gehen davon aus, dass wir uns einig sind und der Vertrag ausformuliert werden kann.

Gibt es einen Zeitplan? Sind die Voraussetzungen für den Umzug von Ceravis in das Gewerbegebiet Nordwest am Klärwerk geschaffen worden?

Ditz: Der B-Plan 29 für das Gewerbegebiet Nordwest, dort sollen die neuen Silos aufgestellt werden, ist in der Bearbeitung. Wir rechnen damit, dass der Plan bis zum Herbst beschlussreif ist.

Wann könnte Ceravis mit dem Bau beginnen?

Ditz: Möglicherweise noch in diesem, spätestens aber im nächsten Jahr. Zumindest die Erschließung kann bald beginnen, ob sie 2017 schon die Ernte an den neuen Standort bringen, kann ich nicht sagen. Aber die Zeit drängt auch nicht. Wir werden uns schon einig, was die Nutzung des alten Areals betrifft.

Wann wird ein Bebauungsplan für West I aufgestellt?

Ditz: In diesem Jahr, glaube ich, wird das nicht mehr passieren. Der Kauf soll in diesem Jahr über die Bühne gehen, erste Räumungsarbeiten ebenfalls, wenn die Flächen nicht mehr genutzt werden. Der B-Plan dürfte erst 2017 oder 2018 aufgestellt werden.

Weshalb so spät?

Ditz: Weil die Priorität auf dem Sägewerk liegt. Dort haben wir das Umlegungsverfahren eingeleitet, sind mit allen Eigentümern im Gespräch. Da sehen wir die vorrangige Arbeit. Das kann sich natürlich auch durch irgendwelche Entwicklungen ändern. Für West I beispielsweise spricht die energetische Anbindung ans Klärwerk in Kooperation mit den Stadtwerken. Da kann es passieren, dass West I in Teilbereichen noch eine andere Priorität erhält. Aber eine Erschließung vor 2017 oder auch 2018 macht wenig Sinn, solange dort noch Getreide gelagert und umgeschlagen wird.

Man kann den B-Plan vorbereiten, aber mehr geht noch nicht.

Vollenden würde das Projekt dann ihr Nachfolger beziehungsweise ihre Nachfolgerin?

Ditz: Davon gehe ich aus. Aber den Kauf will ich noch abwickeln.

Von Interview von Michael Prochnow

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