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Nordwestmecklenburg Planung für neues Ostsee-Hotel in Boltenhagen beginnt
Lokales Nordwestmecklenburg Planung für neues Ostsee-Hotel in Boltenhagen beginnt
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17:20 12.10.2018
Boltenhagen entwickelt sich, ein neues Hotel soll entstehen. Quelle: Archiv
Boltenhagen

Weg frei für das a-ja-Resort auf dem ehemaligen Sportplatz in Boltenhagen. Die Gemeindevertretung des Ostseebades Boltenhagen hat dem Antrag der DSR Hotel Boltenhagen GmbH auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens für die Errichtung eines a-ja-Resort in Boltenhagen zugestimmt. Die DSR Hotel Boltenhagen GmbH mit Sitz in Rostock ist eine Gesellschaft der DSR Unternehmensgruppe.

Wie Lutz Weller, Geschäftsführer der DSR Immobilien GmbH, nach der Sitzung mitteilte, ist die Entwicklung und Errichtung eines a-ja Resorts mit rund 225 Zimmern und einem öffentlichen SPA- und Wellnessbereich vorgesehen. Der Kauf des 12700 Quadratmeter großen Grundstücks in der Ostseeallee war bereits im Mai erfolgt. Mit dem Donnerstag gefassten Beschluss durch die Gemeindevertretung wird der Kaufvertrag rechtswirksam. Nun beginnt das Unternehmen mit den erforderlichen Maßnahmen und Planungen für die Realisierung des Hotels.

Wie Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) mitteilte, würde der genaue Zeitplan für das Objekt, das rund 450 Betten umfassen soll, mit dem Durchführungsvertrag festgelegt. „Aber soweit ich informiert bin, soll es 2019 losgehen, wenn die Planungen abgeschlossen sind.“ Dass die Zielvorstellungen und die Umsetzungen von und durch Investoren in Boltenhagen bisweilen meilenweit auseinanderklaffen, damit hat die Gemeinde reichlich Erfahrungen. „Aber in diesem Fall gehe ich davon aus, dass das Projekt auch zeitnah umgesetzt wird.“ Im Zuge der Erstellung des B-Planes sollen die Details für den Neubau geklärt werden, unter anderem die Frage, wo die Fahrzeuge der Hotelgäste und Mitarbeiter abgestellt werden. „Ob es eine Tiefgarage gibt oder die Flächen am Reitstall genutzt werden, dass wird in den nächsten Monaten besprochen und geklärt“, sagte Schmiedeberg.

Ungewohnt leise Töne kamen aus den Reihen der Gemeindevertreter, als der Prüfbericht der Gemeinde durch den Landkreis für die Jahre 2014 bis 2017 auf den Tisch kam. Dort aufgeführt sind etliche Punkte, die zu teilweise erheblichen Einnahmeverlusten geführt hätten. Unter anderem wurden Probleme bei der Auftragsvergabe durch fehlerhafte Ausschreibungen angeprangert. Olaf Claus (Bolte), Gemeindevertreter und ehemaliger Bürgermeister, hält sich mit Kritik am Amt Klützer Winkel, das die Gemeinde Boltenhagen verwaltet, eher nicht zurück. In diesem Fall jedoch: „Jeder macht mal Fehler. Der Bericht ist sehr umfangreich, was mich stört an der Aufzählung, ist die Tatsache, dass dort Fehler aufgezeigt werden, die auch bereits in meiner Amtszeit aufgetreten sind und bis heute offenbar nicht behoben wurden.“ Hans-Otto Schmiedeberg (CDU) zeigte sich ebenfalls großzügig: „Insgesamt bin ich mit der Arbeit des Amtes zufrieden. Ich würde mir nur wünschen, dass die Mitarbeiter in Sachen Ausschreibungen noch einmal geschult werden, damit wir nicht irgendwann Schadensersatzforderungen ausgesetzt sind.“

Deutlich weniger Verständnis zeigt Bürgermeister Christian Schmiedeberg für das Verhalten des Schweriner Wirtschaftsministeriums in Sachen Dünenpromenade. In den vergangenen Monaten hatte Schwerin Nachforderungen an die Gemeinde gestellt, um den Förderantrag bearbeiten zu können. „Wie mir jetzt auf mehrfache Nachfrage mitgeteilt wurde, sind alle Unterlagen vollständig, der Antrag befindet sich in der Genehmigungsphase, so dass es bald losgehen könnte. Allerdings neigt sich das Jahr dem Ende entgegen und dann geht es bei der Bewilligung um Prioritäten“, so Schmiedeberg. Das Problem: Beginnen die Arbeiten nicht mehr in diesem Jahr, haben die Strandkorbvermieter im nächsten Jahr ein Problem, denn die Ausnahmegenehmigung für ihre Unterkünfte ist ausgelaufen. „Ich werde in Schwerin darauf pochen, dass es noch 2018 losgeht“, so Schmiedeberg. „Denn diese Verzögerung hat nicht die Gemeinde Boltenhagen verschuldet.“

In einem anderen Fall zeigt sich das Landesförderinstitut des Wirtschaftsministeriums deutlich großzügiger was die Gemeinde Boltenhagen betrifft. Fast eine halbe Million Euro investiert die Gemeinde in die Anschaffung von mehreren Maschinen und Fahrzeugen, 90 Prozent der Summe kommt aus der Landeshauptstadt. Auch wenn es noch keine Dünenpromenade gibt, aber der Fuhrpark des Bauhofes ist auf dem neuesten Stand. Und für den nächsten Winter gerüstet, die Gemeinde hat die Anschaffung eines neuen Schneepflugs in Auftrag gegeben. Der alte Pflug war durch einen Gullydeckel, der zu weit aus der Fahrbahn ragte, so schwer beschädigt worden, dass er nicht repariert werden konnte.

Michael Prochnow

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