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Nordwestmecklenburg 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft in Karikaturen
Lokales Nordwestmecklenburg 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft in Karikaturen
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20:31 29.10.2013
„Schmitterrand“ heißt die Karikatur von Wolfgang Hicks. Sie zeigt Helmut Schmidt (l.), der François Mitterrand zur Wahl gratuliert. Repro: LN
Wismar

Für mehr als 100 Jahre galten Deutsche und Franzosen als Erbfeinde. Da wagten Bundeskanzler Konrad Adenauer und Präsident Charles de Gaulle am 22. Januar 1963 das Undenkbare: Sie unterzeichneten im Élysée-Palast, dem Amtssitz des französischen Präsidenten, einen Vertrag, der die Grundlage für die deutsch-französische Freundschaft bildete. Am 2. Juli 1963 trat er in Kraft.

Sofort traten Karikaturisten auf den Plan, die das Geschehen mit spitzer Feder kommentierten. In der Wismarer Galerie Kristine Hamann, Schweinsbrücke 11, wird am Freitag, 1. November, um 19.30 Uhr die Ausstellung „La caricarde franco-allemande — 50 Jahre deutsch-französische Freundschaft“ eröffnet. 50 Karikaturen deutscher und französischer Künstler erinnern kritisch, satirisch, sarkastisch, exzentrisch und überspitzt das Verhältnis zwischen den beiden Freunden.

Die Schau beginnt mit der Karikatur „Tête-à-tête: Eifelturm/Funkturm“ des bekannten Zeichners Oskar (Hans Bierbrauer) von 1963. Auch die 2004 entstandene Zeichnung „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ von Klaus Stuttmann wird zu sehen sein. Zu den jüngsten ausgestellten Karikaturen gehört „Schnupperkurs“ von Bernd A. Skott von 2012. Sie kommentiert das erste Zusammentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs neuem Staatspräsidenten François Hollande.

Zuvor waren schon andere politische Freundschafts-Paare respektlos auf die Schippe genommen worden, zum Beispiel die zwischen dem Sozialdemokraten Helmut Schmidt und dem adligen Konservativen Valéry Giscard Estaing. Auch die Verbindung von CDU-Kanzler Helmut Kohl und seinem sozialistischen Gegenüber François Mitterrand, die durchaus mehr war als politische Pflicht. Die Liste setzt sich fort mit Jacques Chirac und Gerhard Schröder sowie mit dem Traumpaar für Karikaturisten: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy.

Der englische Zeichner Ronald Searl nennt die Karikatur ein „optisches Juckpulver, das den Betroffenen zwingt, sich zu kratzen“. Mit diesem „optischen Juckpulver“ feiert die Galerie Kristine Hamann das Jubiläum der deutsch-französischen Freundschaft. Die Karikaturen sind bei freiem Eintritt von Sonnabend, 2. November, bis Freitag, 29. November, jeweils dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Sylvia Kartheuser

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