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Nordwestmecklenburg Ab Januar: Wiener Schmäh im Klützer Winkel
Lokales Nordwestmecklenburg Ab Januar: Wiener Schmäh im Klützer Winkel
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20:13 30.12.2017
Christian Korinek (l.) und Jamie St Claire stoßen schon einmal an auf das, was da kommen soll. Quelle: Foto: Cornelia Roxin

Ganz unkompliziert am Feierabend nach der Arbeit irgendwo einkehren, ohne groß etwas essen zu wollen . . . Leute treffen, miteinander ins Gespräch kommen. Das soll jetzt in Klütz die „Wiener Weinstube“ möglich machen. Dazu lädt am 5. Januar zum ersten Mal der aus Wien stammende Christian Korinek in Jamies Café im Sophienhof ein.

Den Betreiber Jamie St Claire weiß er dabei hinter sich. Jetzt. Nach einem ersten Gedankenaustausch im Sommer war das nicht der Fall. Nicht umsonst schließt dessen Café um 17.30 Uhr. Für den US-amerikanischen Sänger und Gitarristen, der seit 2014 in Welzin lebt, gibt es nämlich noch ein Leben nach seinem Wirken im Café. Für den jetzt in Boltenhagen lebenden und arbeitenden Christian Korinek aber will der 62-Jährige zumindest zweimal im Monat von seiner Unternehmensphilosophie abweichen. Erst Anfang Dezember hatten die beiden sich nun endgültig dazu entschlossen.

Jeden ersten und dritten Freitag im Monat soll es ab 18 Uhr bei offenem Ende dann österreichische Weine, Bier und „a guates Schnapserl“, wie Christian Korinek in seiner Wiener Mundart sagt, geben. Auch Herzhaftes für den Gaumen will der 42-Jährige bereithalten. Er spricht von Schmankerln wie Räucherwürsteln oder Käseeckerln, von Brot und Wiener Erdäpfelsuppe mit Schwammerln. Immer wieder fällt das Wort Heurigen, das in seiner Geburtsstadt sowohl für den Wein als auch die Wirtschaft, in der ausgeschenkt wird, steht. Und schon fängt der Mann, der zuvor in Berlin-Schöneberg auch eine „Wiener Weinstube“ führte, von dem Café-Ambiente mit Galerie-Charakter in Klütz zu schwärmen an. Trotzdem will er es noch „kuscheliger“ gestalten, wenn es freitags „Wiener Weinstube“ heißt. Und im Sommer erst! Da sieht der Österreicher auf dem Hofgelände mit der Pflanzenpracht und der benachbarten Marienkirche schon die Lichterketten – noch in ursprünglicher Birnengestalt – Helligkeit in den aufziehenden Abend bringen. Da stört es ihn gar nicht, dass sich während der Plauderei in dieser Woche draußen auf dem Hof die Temperatur dem Gefrierpunkt nähert.

Christian und Jamie, die ihren Gesprächspartner gleich duzen, nehmen in ihrer unkonventionellen Art schnell für ihr Vorhaben ein. So wie es dem Wiener im Sommer erging, als er nach der Arbeit noch ein Glas Wein im Café trinken wollte und dann mit der frühen Schließzeit konfrontiert worden war, ginge es vielen. „Das Interesse an einer Einkehrmöglichkeit, wo das Gespräch noch im Mittelpunkt steht (Jamie schließt aus, dass er zur Gitarre greift, Anm. d. Red.), ist da“, erklärt Christian. Das wisse er von Einheimischen, Künstlern und Kunstinteressierten genauso wie den Touristen. „Der Wiener Schmäh hält Einzug im Klützer Winkel“, sagt der Österreicher und lacht.

Cornelia Roxin

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