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Nordwestmecklenburg Abschied in Schulen und Kindergärten
Lokales Nordwestmecklenburg Abschied in Schulen und Kindergärten
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21:24 21.06.2013
Die beiden vierten Klassen der Grundschule am Ploggensee erhielten gestern im Rathaussaal das letzte Grundschulzeugnis. Quelle: Foto: Maik Freitag
Grevesmühlen

Endlich Ferien, nach der Zeugnisübergabe gestern beginnt für die Schüler die angenehme Zeit des Sommers. Doch nicht für alle ist der letzte Schultag ein Abschied auf Zeit, für einige ist es auch der letzte Tag vor dem Ruhestand.

Abschied von Kollegen

Etwa 400 Schüler des Gymnasiums am Tannenberg in Grevesmühlen verabschiedeten am Freitag Bernd Möller, Geo-, Geschichts- und Wirtschaftslehrer sowie stellvertretender Schulleiter, und Englisch- und Russischlehrerin Gabriele Lubahn in den Ruhestand. Schüler aller Klassenstufen tischten kulinarische Köstlichkeiten aus fernen Ländern auf, was nicht nur zum Fach Geografie von Bernd Möller passt, sondern auch zum Umstand, dass beide Lehrer planen, von nun an viel zu reisen.

„Ich möchte nicht nur reisen, sondern auch meine Hobbys pflegen, was bedeutet, dass ich viel Sport treiben und viele Bücher lesen werde“, sagte Bernd Möller. Gabriele Lubahn sagte dazu:

„Man hat so seine Pläne und malt sich etwas aus, aber hinterher kann es doch ganz anders aussehen.“ In jedem Falle würde sie Kontakt halten wollen zur Schule, denn: „Der Umgang mit den jungen Leuten, der hält jung“, sagt Gabriele Lubahn (59).

„Ich betrachte den Phasen-Übergang mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, erklärte Bernd Möller (59) „Dies klingt unendlich abgedroschen, ist aber sehr wahr“. Bei seiner Arbeit mit den Schülern habe Möller vor allem darauf geachtet, nichts zu verlangen, was er selbst nicht tun würde. „Der respektvolle Umgang ist wichtig“, ergänzte Gabriele Lubahn. „Es gilt, aus den Schülern herauszuholen, was ihre Person ausmacht und alles andere in den Hintergrund treten zu lassen.“

Bernd Möller war 20 Jahre lang stellvertretender Schulleiter und blickt auf eine 35-jährige Zeit als Lehrer zurück. Vor allem die Klassen 10 bis 12 hat er unterrichtet, aber auch jüngeren Schülern Wissen vermittelt. Seit 1991 arbeitete er am Gymnasium. „Ich konnte mitentwickeln“, sagte der Mann, der von den Schülern als wandelndes Lexikon betitelt wird.

Willkommen in Klasse fünf

Ihren Abschied von der Grundschule begingen die Mädchen und Jungen der beiden vierten Klassen aus Grevesmühlen gestern Morgen im Saal des Rathauses. Hierher waren auch Eltern und Großeltern der Schüler gekommen, um bei der letzten Zeugnisübergabe in der Grundschule dabei zu sein. Auch Eltern und Lehrern wurde für die Arbeit in den vergangenen vier Jahren gedankt. Zuvor verabschiedeten die Erstklässler die Abgänger mit einem kleinen Programm.

Sommerfeste in den Kitas

Auch in vielen Kindertagesstätten feierte man das Ende eines Kindergartenjahres und den Anfang der Sommerzeit. Die Kita „Am Ploggensee“ richtete ihr alljährliches Sommerfest aus, das jedes Mal unter einem anderen Motto stattfindet. „In diesem Jahr dreht sich bei uns alles um das Mittelalter“, berichtete Gabi Krinke, Einrichtungsleiterin.

Nach einem mehrwöchigen Projekt zu dieser Thematik zeigten die Kinder in einer Theateraufführung, was sie über das Mittelalter gelernt haben. Der Veranstaltungsraum füllte sich rasch und bald waren alle Stühle besetzt. „Ich freue mich, dass dieser Termin immer gut von den Familien wahrgenommen wird“, sagte Gabi Krinke.

Das Publikum wurde nicht enttäuscht, denn das Programm der Krippen-, Kita- und Hortkinder konnte sich sehen lassen. In selbstgemachten Kostümen sangen sie Lieder über fleißige Waschfrauen, Handwerker und Gaukler, feuerspeiende Drachen und mutige Ritter. Die Geschichte der Seeschneekleerehfee, die Zehweh hatte und dagegen Tee trinken musste, bekam großen Applaus.

Nach dem Theaterstück ging das mittelalterliche Spektakel im Freien weiter. Die kleinen Ritter und Prinzessinnen konnten bei einem Turnier ihr Können unter Beweis stellen. Passend zum Motto gab es einen Armbrustwettbewerb, ein Steckenpferdrennen, Strohkissenraufen, Stiefelweitwurf und Sackhüpfen. Wem das zu gefährlich war, der konnte sich an vielen Ständen handwerklich betätigen.

Dana Dolata und Knut-Henning Miersch

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