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Nordwestmecklenburg Adel verzichtet: Lügenbaron ist kein Doktor mehr
Lokales Nordwestmecklenburg Adel verzichtet: Lügenbaron ist kein Doktor mehr
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14:09 08.01.2013

Die Revision wurde jedoch beim Oberlandesgericht in Rostock abgelehnt, wie die Behörde auf Anfrage bestätigte.

Damit ist es offiziell: Der Baron darf sich weder Doktor der Philosophie noch Diplomkaufmann nennen. Beides hatte er jahrelang getan. Aufgeflogen war der Schwindel während einer Verhandlung im Jahr 2009 vor dem Amtsgericht.

Die Staatsanwaltschaft war stutzig geworden, als der Angeklagte, der Gäste seines Hotels beleidigt hatte, erklärte, er habe in Hamburg studiert und promoviert. Eine Nachfrage an der Universität der Hansestadt ergab, dass dort weder ein Baron von der R.-C. noch ein Kay Uwe S., wie der adoptierte Baron mit Geburtsnamen hieß, jemals registriert worden war.

Der Beschuldigte selbst äußerte sich im Laufe des Verfahrens, das sich über zwei Jahre hinzog, nur sehr verhalten zu den Vorwürfen.

Und so musste das Amtsgericht Grevesmühlen in mühevoller und zeitaufwändiger Recherche nachweisen, dass der Lügenbaron weder studiert noch promoviert hatte. Inzwischen hat der mehrfach vorbestrafte Adlige die Titel von seinen aktuellen Internetseiten entfernt.

M. Prochnow

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