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Nordwestmecklenburg Ärger über kaputt gefahrene Straße
Lokales Nordwestmecklenburg Ärger über kaputt gefahrene Straße
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18:15 25.06.2013
Boltenhagen

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Boltenhagen bemängelt, dass die Mittelpromenade des Ostseebads auf Höhe Goethehain von Autos befahren und dadurch beschädigt wird. Erst im Frühling war dieser Abschnitt repariert worden. „Es ist nicht richtig, dass Autos jetzt weiterhin dort fahren und die Straße kaputt machen“, sagt Dieter Kooke, Vorsitzender des Seniorenbeirats und weist auf die Verletzungsgefahr, insbesondere für ältere Menschen, hin. Es handele es sich um Fahrzeuge, die auf dem privaten Grundstück parken, auf dem sich das Restaurant „Zur Düne“ befindet. Auch der Goethehain ist eine private Stichstraße. Lediglich die Mittelpromenade ist ein öffentliches Grundstück. „Laut Bebauungsplan für diesen Bereich dürfen auf dem Grundstück des Lokals gar keine Autos parken“, sagt Kooke und vermutet, dass es sich dabei um Mitarbeiter handelt.

Das bestätigt Grundstücksbesitzer Wolfgang Seidel und erklärt, dass er und seine Frau zwei Pächter für die beiden Betriebe — das Restaurant und den Imbiss samt Biergarten — hätten. „Sie haben jeweils ein bis zwei Autos dort stehen. Dort stellen sich aber auch Urlauber hin. Rechts von unserem Grundstück ist Gemeindeland, da stehen auch Fahrzeuge“, sagt er. „Ich kann den Pächtern nicht verbieten, dass sie ihre Autos dort abstellen. Der Goethehain ist eine Zufahrt, die gibt es schon seit 50 oder 80 Jahren.“ Laut B-Plan sei diese schmale Straße als Lieferweg vorgesehen, „sonst hätten wir ein Hubschraubergrundstück und wir hätten es vor 20 Jahren nicht gekauft“. Die Lieferzufahrt müsse seiner Ansicht nach garantiert sein. In der Vergangenheit sei der Weg jedoch verschmälert worden, sodass die Lastwagen jetzt vor der Apotheke oder vorne an der Ostseeallee stehen blieben, schimpft Seidel. „Das Problem ist, dass die Gemeinde den Weg verkauft hat. Da geht der Kampf los.“

Er selber habe das Restaurant seit 1988 betrieben und 1996 gemeinsam mit seiner Frau gekauft, aber an die beiden Pächter übergeben. Parkplätze habe es dort schon immer gegeben. „Der B-Plan bezieht sich nur auf Neubauten. Oder sollen wir etwa jetzt eine Tiefgarage bauen?“, fragt Seidel.

Maria Schultz, Bauamtsleiterin im Amt Klützer Winkel, verweist auf die Zuständigkeit der Polizei für den fahrenden Verkehr: „Wir haben keine Handhabe, wenn jemand auf das Grundstück fährt. Es ist ausgeschildert, dass man nicht reinfahren darf. Das zu kontrollieren, ist Aufgabe der Polizei.“ An der Mittelpromenade stehe ein Poller, der aber immer wieder entwendet wird. „Er kann nicht starr befestigt werden, da die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge gewährleistet sein muss.“ Auch was parkende Autos auf einem Privatgrundstück angehe, sei die öffentliche Hand außen vor. Zu dem von Seidel angeführten Bestandsschutz merkt sie an, dass 1988 nur jeder Dritte ein Auto hatte. „Was zur Wendezeit dort genehmigt wurde, stimmt mit der heutigen Nutzung nicht mehr überein“, erklärt sie.

„Aber so lange kein Antrag für ein neues Vorhaben da ist, kann ich nichts machen.“

Ulrike Oehlers

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