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Nordwestmecklenburg Agaven-Blütenstamm auf Poel ist im Herbst-Sturm gefallen
Lokales Nordwestmecklenburg Agaven-Blütenstamm auf Poel ist im Herbst-Sturm gefallen
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22:21 05.11.2013
Das letzte Erinnerungsfoto mit Heinz Skowronek und der Agave vor wenigen Tagen.

Der etwa sieben Meter hohe Stamm der ungewöhnlich großen Agavenblüte in Kirchdorf auf der Insel Poel ist zu Fall gebracht worden. „Wir hatten Glück, dass er nicht auf unser im Freien parkendes Auto krachte“, sagt Heinz Skowronek, der sich monatelang an dem Prachtexemplar erfreute. Der Schuldige ist auch längst ermittelt: Orkantief „Christian“ war es, der vor mehr als einer Woche in Nordwestmecklenburg und auch auf der Insel Poel wütete.

Noch wenige Tage zuvor gab es das letzte Erinnerungsfoto des zum Publikumsmagneten avancierten Super-Gewächses mit seiner ungewöhnlich hohen Blütenpracht zum Ende seiner 50-jährigen Wachstumsperiode.

Bis zu diesem abrupten Ende ragte der inzwischen verholzte Stamm unangefochten in die Höhe. Nur die Blätter hingen bereits vertrocknet, ausgelaugt und unansehnlich am großen Topfrand herunter.

„Mit dem Brennen zum Tequila-Destillat wird es nun nichts mehr“, witzelt Hobbybotaniker Heinz Skowronek noch ein letztes Mal. Dann griff er notgedrungen zur Motorsäge. Doch Dank des Sturmes blieb ihm das ansonsten ohnehin unausweichliche Kappen erspart. „Die Naturgewalten haben der Pflanze jetzt selbst den Gnadenstoß verpasst“, so der Hobbybotaniker weiter. Übrig blieben nur noch Stammreste und viele vertrocknete Pflanzenteile, die ihm der Poeler Wirtschaftshof abnimmt.

Aufgehoben hat Heinz Skowronek lediglich den oberen Teil mit den Blütenansätzen. Vielleicht findet sich irgendwo noch ein Ehrenplatz zur Erinnerung an 50 Jahre erfolgreiches Wachstum und aufwändige Pflege. Denn ohne das stetige und aufwändige Umziehen des mehrere hundert Kilogramm schweren Objektes hätte die Agave dieses stolze Alter in diesen Breiten nie erreicht.

Zum Schluss war das Umsetzen der Pflanze nur noch mit Unterstützung eines Radladers möglich. So wurde die Agave dann ins Winterlager gebracht. „Manchmal habe ich dieses Topfmonster schon verflucht“, gestand Hannelore Skowronek im Sommer. Doch die Blütenpracht entschädigte auch sie für die Mühen. Wöchentlich und zum Höhepunkt dann täglich bangte das Ehepaar um seine Riesenagave.

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LN

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