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Nordwestmecklenburg Agraringenieur wird Museumsleiter
Lokales Nordwestmecklenburg Agraringenieur wird Museumsleiter
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18:24 03.06.2017
Die beiden Leiter des Kreisagrarmuseums Dorf Mecklenburg auf einem amerikanischen Traktor McCormick, Baujahr 1927: Falko Hohensee (65) wird nach 33 Jahren zum 30. September in den Ruhestand treten. Der Agraringenieur Dr. Björn Berg (52) war sein Wunschkandidat als Nachfolger . Quelle: Fotos: Haike Werfel

Seine siebte Klasse aus dem gymnasialen Teil der Kooperativen Gesamtschule in Dorf Mecklenburg hat er gestern durchs Kreisagrarmuseum geführt und den Schülern die eine oder andere Geschichte zu den Ausstellungsobjekten erzählt. Er freue sich darauf, den Kindern solch grundlegende Dinge, woher Essen und Trinken kommen, wieder nahezubringen, sagt Dr. Björn Berg. Seit dem 1. Mai ist der diplomierte Agraringenieur im Kreisagrarmuseum angestellt. Er soll ab dem 1. Oktober die Nachfolge von Falko Hohensee antreten, der das Museum – die frühere Traditionsstätte der sozialistischen Landwirtschaft – seit dem 1. April 1985 leitet.

Dr. Björn Berg übernimmt Job von Falko Hohensee / Birgit Bruhs als Museumspädagogin eingestellt.

Damit sei er wohl der dienstälteste Museumsdirektor in Mecklenburg-Vorpommern, meint der 65-Jährige. Er freue sich, dass er seinen Nachfolger vier Monate lang einarbeiten darf. Dafür sei er der Kreisverwaltung und den politischen Gremien dankbar. „Ich möchte mein Wissen an ihn weitergeben, denn so viel habe ich nicht aufgeschrieben“, sagt Falko Hohensee, der zum 1. Oktober in den Ruhestand treten wird.

Bis zum 31. Juli arbeitet Björn Berg zunächst 32 Wochenstunden im Museum. Die übrigen acht unterrichtet der 52-Jährige Mathematik in seiner siebten Klasse. „Eine schöne Voraussetzung für die Arbeit im Museum“, sagt er.

Dr. Berg habe sich als Kompetentester der 13 Bewerber erwiesen, informierte Karla Krüger, die zweite Stellvertreterin der Landrätin, gestern die Medien. Das Auswahlverfahren sei überregional erfolgt.

Dr. Björn Berg ist gebürtiger Hamburg-Harburger. Er habe in der Landwirtschaft gearbeitet, aber auch einige Jahre auf Madagaskar in der Entwicklungshilfe. Seit 2006 lebt er mit seiner Familie in Karow, einem Ortsteil der Gemeinde Dorf Mecklenburg. „Jeden vierten Tag komme ich mit dem Fahrrad zur Arbeit“, sagt er schmunzelnd.

Er sei sehr schnell Mitglied im Museumsförderverein geworden und habe mit Falko Hohensee zum Beispiel eine Reihe mit plattdeutschen Veranstaltung ins Leben gerufen. Durch sein Engagement im Verein sei er in die Museumsarbeit hineingewachsen, berichtet der vierfache Vater. Er sieht es als „Herausforderung, ganz verschiedene Menschen zusammenzubringen.“ Zum Beispiel Großeltern mit ihren Enkeln, die gemeinsam durchs Museum gehen und über die Exponate sprechen. „Dadurch erhalten die Kinder eine ganz andere Beziehung zur früheren Lebensweise und den Traditionen.“ Es fasziniere ihn, durchs Museum zu gehen und zu sehen, wie früher gelebt und in der Landwirtschaft gearbeitet wurde und wie sich die Technik entwickelt hat.

Seit dieser Woche hat das Kreisagrarmuseum auch wieder eine Museumspädagogin: Birgit Bruhs, eine gebürtige Wismarerin, die jetzt in der Gemeinde Glasin lebt. Die 51-Jährige kennt das Metier, denn von 1997 bis 2001 war sie hier bereits für die Museumspädagogik zuständig. Die studierte Agraringenieurin sagt von sich, dass sie ein kreativer Mensch sei und zahlreiche Ideen mitbringe. Zum Beispiel die eines Museums-Maskottchens. „Dafür könnte ich mir einen Spatz gut vorstellen. Er ist ein neugieriger Vogel, der als Träger von Informationen für die Kinder fungieren könnte“, erläutert sie. „Wir müssen schauen, was sinnvoll und machbar ist.“

Haike Werfel

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