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Nordwestmecklenburg Alte Sparkasse wird das neue Wobag-Projekt
Lokales Nordwestmecklenburg Alte Sparkasse wird das neue Wobag-Projekt
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20:27 24.06.2013
Das Logo der Grevesmühlener Wohnungsbaugesellschaft ziert zahl- reiche Giebelwände in der Stadt. Quelle: Fotos: Michael Prochnow, Alexander Böhm
Grevesmühlen

Ostsee-Zeitung: Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung Frau Woge. Wie lange sind Sie inzwischen im Unternehmen?

Uta Woge: 1984 habe ich hier begonnen, also fast 29 Jahre. In der Geschäftsführung seit 1991.

OZ: Also seit der Ära Carl-Jürgen Wulff?

Uta Woge: Richtig.

OZ: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt die Wobag?

Uta Woge: Wir sind 19 Leute.

OZ: Über wie viel Wohnraum verfügt die Wobag derzeit?

Uta Woge: Wir verwalten insgesamt 2249 Wohnungen, dazu gehören unsere eigenen in Grevesmühlen, Gadebusch, Dorf Mecklenburg und Boltenhagen wie auch Wohnungen, die wir im Auftrag der umliegenden Gemeinden und Eigentümer verwalten.

OZ: Die Zahl der Immobilien im Verantwortungsbereich der Wobag ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Ist eine Grenze erreicht?

Uta Woge: Ich glaube, man wird diesen Punkt nie erreichen. Wir wollen in diesem Jahr auch wieder mit einem neuen Projekt beginnen.

OZ: Das da wäre?

Uta Woge: Die alte Sparkasse in der August-Bebel-Straße. Mit dem Umbau wollen wir — wenn es geht — noch in diesem Jahr beginnen. Es soll eine Kombination aus Wohn- und Geschäftsräumen werden.

OZ: Aktuell stehen in der Grevesmühlener Innenstadt rund 20 Prozent der Gewerbeflächen leer. Wie viel Sinn macht es, ein neues Objekt auf den Markt zu werfen?

Uta Woge: Wir wollen es in einem überschaubaren Rahmen halten, bevor wir mit dem Bau beginnen, werden wir natürlich mit potenziellen Mietern sprechen. Es gibt bereits Interessenten.

OZ: Wovon hängt der Baubeginn ab?

Uta Woge: Wir sind noch in Gesprächen mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Denn das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Wir sind relativ weit, müssen aber noch einige Zuarbeit leisten. Die neue Fassade wird zum Beispiel dem jetzigen Straßenbild angepasst.

OZ: Die Geschäftsführung der Wobag umfasst mehr als nur die Verwaltung der Wohnungen. Es ist auch ein Stückweit politische Verantwortung. Daher die Frage: Es gibt Schwierigkeiten was die Mieter anbetrifft, deren Miete das Jobcenter bezahlt. Einige Bedarfsgemeinschaften müssen inzwischen einen Eigenanteil ihrer Miete selbst übernehmen. Was ist dort los?

Uta Woge: Die Richtlinien des Landkreises haben sich verändert. Nicht wir haben die Preise erhöht, sondern in den Richtlinien wurden die Bemessungsgrenzen für die Kaltmiete gesenkt, Konkrete Verhandlungen gibt es zwar noch nicht, aber das Problem ist bekannt. Wir müssen dazu eine gemeinsame Lösung finden im Sinne unserer Mieter.

OZ: Grevesmühlen braucht dringend neue Bauplätze für Eigenheime. Wie weit ist das Wohngebiet in der Klützer Straße/Mühlenblick?

Uta Woge: In dieses Projekt sind wir mit unserer Tochtergesellschaft involviert und wollen in diesem Jahr beginnen. Aber da liegt es noch daran, dass das Schallgutachten noch nicht endgültig fertig ist. Unser Ziel aber bleibt es, in diesem Jahr zu beginnen. Denn wir wissen um den Bedarf in der Stadt.

OZ: Ein anderes Thema sind die barrierefreien Wohnungen in Grevesmühlen. Einige gibt es, aber der Bedarf ist höher als das Angebot. Was wird in dieser Hinsicht passieren?

Uta Woge: Die Wobag hat schon viel dafür getan. Auch in der alten Sparkasse sollen barrierefreie Wohnungen entstehen.

OZ: Bislang ist dieses Thema bei den kommunalen Liegenschaften aus Sicht der Einwohner etwas zu kurz gekommen. Denn gerade die Gebäude in der Grevesmühlener Innenstadt sind für Senioren oder Mütter mit Kinderwagen nur schwer zu betreten.

Uta Woge: Gerade dort sind die Gegebenheiten aufgrund des Platzmangels sehr kompliziert. Es sind einfach mehrgeschossige Häuser, die nicht dafür gebaut worden sind. Aber wir haben auch in der Innenstadt sanierte Gebäude und Neubauten, die komplett barrierefrei sind. Ein Beispiel sind die Mehrfamilienhäuser in der August-Bebel-Straße 49 und in der Hinterstraße 31.

Prochnow

Interview: M.

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