Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg André Müller gewinnt Stadtmeisterschaft
Lokales Nordwestmecklenburg André Müller gewinnt Stadtmeisterschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:10 16.01.2017
Grevesmühlen

Der „Pott“ bleibt in der Stadt. André Müller vom 1. SC 90 Grevesmühlen „Gut Blatt“ hat am Sonntag die 27. Stadtmeisterschaft im Skatspiel gewonnen. 46 Teilnehmer zählte er als Vorsitzender des Skatclubs, die als Einzel- oder Tandemspieler in die Wertung gingen. Der 46-Jährige konnte sich nicht nur über einen Pokal, sondern auch über 160 Euro Preisgeld freuen. Gespielt wurden zwei Serien á 48 Spiele.

Die jüngste Teilnehmerin war Janne Müller aus Grevesmühlen. Die 14-Jährige spielt seit sechs Jahren Skat – und das ziemlich erfolgreich. 2015 wurde die Gymnasiastin Deutsche Meisterin in Hessen. „Ja, mitunter spielt sie besser als Erwachsene“, sagte ihre Vater André Müller stolz. Sonntag holte sie sich den ersten Platz unter den jugendlichen Teilnehmern.

Fast jedes Jahr dabei ist Georg Liedtke aus Wismar. Der 76-Jährige spielt seit 55 Jahren Skat und ist seit 27 Jahren im Wismarer Verein „Karo Buben“ aktiv. Sein größter Erfolg war im vergangenen Jahr eine Meisterschaft in Schwerin, bei der er den ersten Platz ergatterte und 1000 Euro Preisgeld mit nach Hause nehmen konnte. Und diese Summe hatte er ganz für sich allein, seine Frau hat es nicht einkassiert, erzählte er schmunzelnd. Eingesetzt hat er die vierstellige Summe für andere Meisterschaften. An die Stadtmeisterschaft in Grevesmühlen im vergangenen Jahr hat er keine guten Erinnerungen. „Ich hatte meine Brille vergessen“, erzählte er. Skatspielen ohne die nötige Sehschärfe – das kann ins sprichwörtliche Auge gehen. „Jemand hat mir seine geliehen“, erinnerte er sich und ergänzte, dass er dazugelernt habe: „Dieses Mal habe ich meine Brille nicht vergessen!“ Und prompt belegte er den elften Platz und erhielt ein kleines Preisgeld.

Sechs weibliche Skatspielerinnen traten am Sonntag an. Dass diese Fraktion eher kleiner ist, kennt Elke Krüger schon aus ihrem Verein im schleswig-holsteinischen Nusse. „Aber manchmal machen wir den Männern richtig was vor“, erzählte sie stolz. Schon als Kind habe sie Skat für sich entdeckt. „Die Geselligkeit ist das Schöne. Und es trainiert den Kopf. Es ist ein toller Ausgleich zum Alltag“, sagte die 55-Jährige.

Dass Frauen sich wahrlich nicht vor den Männern verstecken müssen, findet auch Laura Möller. Die 17-Jährige spielt seit sechs Jahren Skat. Ihr Bruder Florian hat sie mehr oder weniger zur Skat-AG in der Regionalen Schule „Am Wasserturm“ in Grevesmühlen mitgeschleppt, sagte sie. Sofort fand sie Gefallen am Kartenspiel. „Es ist mal etwas anderes. Einerseits geht es um Taktik, Glück spielt aber auch eine Rolle“, beschrieb sie. „Einfach drauflos spielen, das funktioniert nicht.“ Wenn man dann auch noch Erfolg hat, Laura holte sich im vergangenen Jahr bei der Norddeutschen Meisterschaft den zweiten Platz, dann macht es nochmal so viel Spaß.

Mit der Beteiligung war André Müller angesichts des Wetters zufrieden. „Der eine oder andere hat es sich kurzfristig bestimmt anders überlegt und ist nicht mehr gekommen.“ Er erinnerte sich an Stadtmeisterschaften mit mehr als 200 Teilnehmern. Das Sportlerheim am Tannenberg war am Sonntag zum zweiten Mal Austragungsort. Die Jahre davor wurde im G-Haus in Grevesmühlen, in „Dubbes Gasthaus“

in Upahl, im Grevesmühlener Rathaus und im Vereinshaus gereizt.

Jana Franke

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Selmsdorfer diskutieren über Unterbringung der Feuerwehr und ein Dorfgemeinschaftshaus.

16.01.2017

Jugend: 1. Janne Müller; 2. Laura Möller; 3. Jaqueline Kalich (alle Grevesmühlen) Beste Frau: Alice Goldstein (Wismar) 1. Serie: 1. Heinz-Günter Petermann (Lübeck); 2.

16.01.2017

Über die Sanierung von Gebäuden im historischen Teil von Dassow und die dafür zu erwartenden Kosten und Zuschüsse sprechen heute Abend die Mitglieder des Hauptausschusses der Stadtvertretung.

16.01.2017