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Nordwestmecklenburg Anzeigen gegen Müllsünder in Klütz
Lokales Nordwestmecklenburg Anzeigen gegen Müllsünder in Klütz
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20:27 17.07.2017
In Christinenfeld haben Unbekannte in der vergangenen Woche sieben große Müllsäcke neben den Glascontainern abgestellt. Sie sind gefüllt mit typischem Hausmüll, wie Verpackungen für Hackfleisch. Auch in diesem Fall wird ermittelt. Quelle: Foto: Malte Behnk

Gartenabfälle und Müll an Feldwegen, säckeweise Abfall neben Wertstoffcontainern – die Stadt Klütz und ihre Nachbarorte haben ein Problem mit illegal abgeladenem Unrat. Das zeigt sich immer wieder bei Sitzungen der politischen Gremien und die Stadt bemüht sich, der Lage Herr zu werden. So werden vor und nach dem Sommer Papierkörbe an der Wohlenberger Wiek entfernt und Container für Altpapier wurden komplett abgeschafft, weil daneben immer wieder Sperrmüll abgelegt wurde.

Wir haben inzwischen etliche Verstöße über das Amt beim Landkreis zur Anzeige gebracht.Guntram Jung (CDU), Bürgermeister Klütz

Verbessert hat sich durch solche Maßnahmen wenig, obwohl jeder Einwohner sein Papier und auch Gartenabfälle kostengünstig über entsprechende Tonnen entsorgen könnte. „Wir haben inzwischen etliche Verstöße über das Amt beim Landkreis zur Anzeige gebracht“, sagt der Klützer Bürgermeister Guntram Jung (CDU), den die wilden Müllkippen sehr ärgern. In diesem Jahr sind deswegen 13 Anzeigen aus dem Amtsbereich Klützer Winkel beim Landkreis eingegangen. Elf Fälle wurden bearbeitet, zwei sind noch offen. „Von den elf abgeschlossenen Verfahren sind fünf Bußgeldverfahren eingeleitet worden, da in diesen Fällen Adressen möglicher Verursacher gefunden wurden. Von diesen waren vier erfolgreich. Das heißt, es wurden Bußgelder bezahlt“, informiert der Landkreis auf Nachfrage.

Grundsätzlich liegt die erste Arbeit an einer illegalen Müllhalde bei den Ordnungsamtsmitarbeitern der Amtsverwaltung. Wird ihnen ein Fall gemeldet, untersuchen sie die Abfälle und melden sie dann der unteren Abfallbehörde des Landkreises. Dort kommt es, sofern Hinweise auf mögliche Täter vorliegen, zur Anhörung und gegebenenfalls zu einer Anordnung, die Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren kann sich anschließen.

Die Klützer Stadtvertreterin Petra Rappen (CDU) lebt im Ortsteil Oberhof. Auch sie ärgert sich über Müll, der neben Papierkörben oder Wertstoffcontainern abgelegt wird. „Da ragen schon mal große Spielzeugkartons aus dem kleinen Eimer an der Bushaltstelle. Wer muss so etwas dort entsorgen?“, fragt sie sich. Noch mehr ärgern sie Fälle wie in der vergangenen Woche in Christinenfeld. Dort hatten Unbekannte mehrere Säcke mit Hausmüll abgelegt.

In einem Fall, für den der Landkreis ein Bußgeld verhängt hat, wurden Bauabfälle an einem Feldweg abgelegt. Darin wurde ein Schülerausweis von 1991 gefunden. Er führte zu einem Mann, der ein Haus geerbt, aber schon wieder verkauft hatte. Der neue Hausbesitzer wurde ermittelt und auch ein von ihm beauftragter Handwerker. Der musste nun 700 Euro für die Entsorgung des illegal abgeladenen Schutts und 150 Euro Bußgeld zahlen.

Malte Behnk

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