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Nordwestmecklenburg Arbeit im Duett: Fusion der Musikschulen besiegelt
Lokales Nordwestmecklenburg Arbeit im Duett: Fusion der Musikschulen besiegelt
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20:10 03.03.2017
Grevesmühlen/Wismar

Überwiegend positiv stehen die Kreistagsmitglieder einer Fusion der KreismusikschuleCarl Orff“ in Grevesmühlen mit der Wismarer Musikschule gegenüber. Der Betriebsübergang der Wismarer Einrichtung auf den Landkreis ist am Donnerstagabend in der Kreistagssitzung mehrheitlich befürwortet worden und kann somit zu Beginn des kommenden Schuljahres im August vollzogen werden.

Die geplante Fusion sorgte bei vielen Eltern in Wismar und Umgebung für Bedenken und sie kämpften für den Erhalt des Gebäudes am Turnplatz. Im Gegensatz dazu gingen die Verhandlungen zwischen dem Landkreis und der Stadt Wismar geräuschlos über die Bühne – beide Parteien einigten sich schnell über einen Vertrag; und auch darauf, dass das Gebäude in der Hansestadt noch genutzt werden kann. Für die nächsten zehn Jahre werden die Räumlichkeiten mietfrei für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Die Stadt als Eigentümerin trägt die Bewirtschaftungskosten. Der Hauptsitz der Kreismusikschule ist in Grevesmühlen, Wismar wird als Arbeitsstelle gesehen, an der auch weiterhin unterrichtet wird. Die Leitung liegt bei Hartwig Kessler. Der betonte, dass aus zwei Musikschulen zwar eine entstehe, aber niemand schlechter gestellt wird. Kritische Stimmen wurden dennoch laut – unter anderem von Hansjörg Rotermann (LUL). Er sprach davon, dass mit einer Fusion Esel und Kuh vermengt würden. „Und das funktioniert nicht.“ Er befürchtet, dass sich die Gebühren der Kreismusikschule erhöhen werden. Derzeit zahlen die Wismarer Musikschüler mehr als die Schüler der Kreismusikschule. „Die Jahresgebühr in Wismar ist etwa zehn Prozent höher als unsere“, rechnete Hartwig Kessler vor. Die Satzung der Wismarer Schule tritt mit der Fusion außer Kraft, die des Kreismusikschule gilt. Soll heißen: Die Wismarer Musikschüler zahlen ab dem kommenden Schuljahr weniger. Auch alle Lehrkräfte werden zunächst übernommen. Einige scheiden in den nächsten drei Jahren altersbedingt aus.

Historisch sind beide Musikschulen in der Vergangenheit unterschiedlich gewachsen. In Wismar, die Einrichtung gibt es seit 1952, wird hauptsächlich zentral am Turnplatz unterrichtet, eine Außenstelle gibt es mit Bläsern am Gymnasium in Dorf Mecklenburg. An der Kreismusikschule, mit der Wende gegründet, gibt es in mehr als 27 Außenstellen Bildungsangebote. Daran wird sich in Zukunft nichts ändern. „Aber wir haben auch viele Berührungspunkte und erhoffen uns Synergieeffekte zum Beispiel im Austausch von Schülern, Instrumenten und Personal“, erklärte Hartwig Kessler.

Jana Franke

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