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Nordwestmecklenburg Asylsuchende sorgen für Unmut
Lokales Nordwestmecklenburg Asylsuchende sorgen für Unmut
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19:12 28.10.2016
Nur eine Frage der Wohnkultur? Der Landkreis hat einiges zu tun, um ehemalige Asylbewerberunterkünfte zu renovieren. Quelle: Michael Prochnow

Unmut in Mallentin: Asylbewerber, die bis vor kurzem im Ort untergebracht waren, haben die ihnen bereitgestellten Wohnungen in einem schlechten Zustand hinterlassen. Nachdem die letzten Bewohner vor einigen Tagen aus den Unterkünften ausgezogen sind, hatten sich auch Anwohner ein Bild von den Wohnungen und den auf den Müll geworfenen Inneneinrichtungen gemacht und sich bei den Lübecker Nachrichten gemeldet. „Das geht so nicht und sowas sollte man auch ansprechen“, meinte eine Hinweisgeberin. „So kann man mit Spenden und bereitgestellten Dingen nicht umgehen.“

Der Landkreis Nordwestmecklenburg bestätigt die Situation: „Nach dem Auszug aller Bewohner ist der Zustand der Wohnungen erhoben worden. Hierbei zeigten sich die Wohnungen allesamt in einem Zustand, der weitere Arbeiten vor der Rückgabe der Wohnungen an den Vermieter erforderlich macht“, teilt Sozialdezernentin Karla Krüger auf Anfrage mit. Auf Bildern, die den LN vorliegen, sind unter anderem beschädigte Türen und Schlösser sowie kaputte Bodenbeläge und Badfliesen zu sehen. Zudem sind Essensreste in Schränken zurückgelassen worden. Die Folge: Ungeziefer.

Nach der Räumung kommen auf den Landkreis nun Kosten zu. „Die malermäßige Instandsetzung und erforderliche Reparaturen betragen in Abhängigkeit von den erforderlichen Arbeiten hier etwa 1500 bis 2000 Euro je Wohneinheit“, erklärt Krüger. Der Sozialdezernentin ist es nach den vorgefundenen Zuständen in Mallentin wichtig zu betonen, pauschale Urteile über Asylbewerber zu vermeiden. Nicht alle würden sich so verhalten.

Anfang 2016 hatte der Landkreis insgesamt acht renovierte Wohnungen in Mallentin bereitgestellt, in denen auch der Fußboden erneuert worden war. Da seit Mitte des Jahres der Bedarf zurückgegangen ist, wurden die Unterkünfte zum 31. Oktober gekündigt. Zuletzt wohnten in Mallentin noch vier im Asylverfahren befindlichen Familien, die jetzt in Grevesmühlen untergebracht worden sind.

heid

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