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Nordwestmecklenburg Auch in Kalkhorst steigen die Kita-Kosten
Lokales Nordwestmecklenburg Auch in Kalkhorst steigen die Kita-Kosten
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20:46 06.06.2017
Seit 1999 ist die Kindertagesstätte Kalkhorst im Gemeindezentrum untergebracht. Dort befinden sich auch Grundschule und Jugendclub. Quelle: Foto: Malte Behnk

Eltern in Kalkhorst müssen ab sofort tiefer in die Tasche greifen: Die Kita-Gebühren in der Gemeinde steigen rückwirkend ab dem 1. April an. Bis zu 19,63 Euro mehr muss für die Betreuung in der Einrichtung hingeblättert werden. Der Finanz- und Sozialausschuss von Kalkhorst hat den vorgelegten neuen Gebühren in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt.

Eltern müssen rückwirkend ab 1. April bis zu 19 Euro mehr zahlen.

Die Gebühren ab 1. April

Krippe

ganztags: 167,24 Euro (+19,63 Euro)

Teilzeit: 122,48 Euro (+14,00 Euro)

halbtags: 101,60 Euro (+11,17 Euro)

Kita

ganztags: 136,75 Euro (+12,32 Euro)

Teilzeit: 104,29 Euro (+9,93 Euro)

halbtags: 89,80 Euro (+8,73 Euro)

Hort

ganztags: 92,40 Euro (+10,05 Euro)

Teilzeit: 68,99 Euro (+8,61 Euro)

„Das ist bitter für die Eltern, aber diese Entwicklung kann man nicht aufhalten. Es sei denn, die große Politik unternimmt etwas dagegen“, kommentiert Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) den Beschluss. Auch in anderen Gemeinden stünden steigende Kita-Kosten auf der Tagesordnung. Hauptgrund sind höhere Lohn- und Sachkosten bei den Trägern der Einrichtungen. Große Kritik gibt es allerdings daran, dass diese Mehrkosten hauptsächlich auf Eltern und Kommunen umverteilt werden. Es wird mehr Unterstützung von Landes- und Bundesebene gefordert. Anfang des Jahres waren die Landes- und Kreismittel für die Kindertageseinrichtungen in Nordwestmecklenburg erhöht worden. Eltern wurden um vier bis zehn Euro entlastet. Nun müssen sie wieder draufzahlen.

Dennoch bewertet Bürgermeister Neick die neuen Gebühren in Kalkhorst als „immer noch moderat“. Den höchsten Sprung machen die Kosten für einen ganztägigen Krippenplatz. Hier müssen Eltern ab sofort 167,24 Euro und damit 19,63 Euro mehr berappen. Für einen Ganztags-Kindergartenplatz (136,75 Euro) steigt der Preis um 12,32 Euro. Für einen vollen Hortplatz (92,40 Euro) sind 10,05 Euro mehr fällig.

Die Wohnsitzgemeinde muss nach Kindertagesförderungsgesetz des Landes mindestens einen Anteil in Höhe von 50 Prozent der nicht gedeckten Kosten für einen Platz übernehmen. Die Gemeinde Kalkhorst hatte ihren Anteil bisher auf das Mindeste festgesetzt. Dort wird er auch künftig bleiben. „Wir können aktuell nicht mehr dazuschießen“, so Neick.

Denn die Kommune befindet sich in der Haushaltskonsolidierung. Deshalb sollten „die freiwilligen Leistungen weiterhin auf ein Mindestmaß beschränkt werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

In Kalkhorst wird die Kindertagesstätte seit 1999 vom Jugendhilfezentrum „Käthe Kollwitz“ aus Rehna betrieben. Derzeit werden dort 16 Krippen-, 54 Kita- und 40 Hortkinder betreut. Im Jahr 2010 war die Einrichtung in das sanierte Gemeindezentrum gezogen, in dem auch Grundschule und Jugendclub untergebracht sind. Zuletzt investierte die Kommune 127000 Euro, um sechs weitere Krippenplätze zu schaffen.

Daniel Heidmann

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