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Nordwestmecklenburg Klützer wollen nach Neuseeland reisen
Lokales Nordwestmecklenburg Klützer wollen nach Neuseeland reisen
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06:10 12.01.2019
Ende 2015 war eine Gruppe aus Klütz in Neuseeland auf den Spuren von Auswanderern aus Nordwestmecklenburg unterwegs. 2020 soll eine weitere Reise folgen. Quelle: LOTHAR BIRZER
Klütz

Die Stadt Klütz oder zumindest einige Familien, die dort und in umliegenden Orten im Klützer Winkel ihre Wurzeln haben, haben eine Verbindung nach Neuseeland. 26 Familien aus Klütz, Tarnewitz, Reppenhagen, Dassow, Warnow, Barnekow und Wismar sind 1844 dorthin ausgewandert.

Bereits 2015 war eine Gruppe von 19 Frauen und Männern aus Klütz nach Neuseeland gereist, um die Spuren der Vorfahren zu erkunden. Die sind im 19. Jahrhundert auf Geheiß des Grafen Kuno Heinrich Karl zu Rantzau, der damals in Schloss Bothmer lebte, in einem Siedlungsprojekt nach Neuseeland geschickt worden. Er finanzierte auch die Reise der Familien.

Die damaligen Auswanderer konnten allerdings nicht wie heute bequem und schnell per Flugzeug reisen. Sie segelten 1844 mit der „Skjold“ von Hamburg aus nach Neuseeland und gründeten nahe der Stadt Nelson die Orte Sarau (heute Upper Moutere), Ranzau (heute Hope) und Neudorf (nicht mehr existent).

All diese Orte hat die Reisegruppe aus Klütz auch 2015 besucht. Im Vorfeld hatten sich die Teilnehmer im Auswanderermuseum Ballinstadt in Hamburg über die Geschichte der Mecklenburger informiert, die nach Neuseeland gereist waren. Etwa drei Wochen erkundeten sie die besonderen Landschaften und lernten viele Menschen kennen. Einige waren auch aus Deutschland ausgewandert.

„Der Ablauf der zweiten Reise soll ähnlich werden“, sagt Lothar Birzer, der die Fahrt für 2020 organisiert. Er hat weiterhin Kontakt zu Barry Brown, einem Nachfahren der mecklenburgischen Auswanderer aus dem 19. Jahrhundert. Barry Brown hatte die Gruppe auch 2015 begleitet und viel in Neuseeland organisiert.

Die Kirchen in Neuseeland sind den mecklenburgischen nicht unähnlich. Quelle: LOTHAR BIRZER

„2015 habe ich ein Reisetagebuch im Internet geführt. Schon vom ersten Tag konnten die, die zuhause geblieben waren, sehen was wir erlebten“, sagt Lothar Birzer, dessen Frau und Sohn an der Reise nicht teilnehmen konnten. Sie wollen aber im kommenden Jahr nach Neuseeland. Das ist der Grund, warum die Reise noch einmal organisiert wird.

Die Internetseite mit dem Reisetagebuch hat Lothar Birzer mittlerweile mit sämtlichen Informationen über die geplante Wiederholung angereichert. Viele Bilder zeigen die Schönheit Neuseelands. Es wird berichtet, wie Kontakte zu Kirchengemeinden entstanden, in denen es weitere Informationen über mecklenburgische Auswanderer gibt. Gemeinsam mit Barry Brown, der die Mecklenburger mit seiner Frau mehrfach besucht hat, hat Lothar Birzer schon eine grobe Reiseroute für 2020 ausgearbeitet. So sollen Mitreisende angesprochen und für den Urlaub begeistert werden, der allerdings etwa 3600 Euro pro Person kostet.

„Leider haben wir es aus organisatorischen Gründen nicht geschafft, in diesem Jahr dorthin zu fliegen“, sagt Birzer. „Denn es ist der 175. Jahrestag, dass deutsche Auswanderer in Nelson an Land gingen.“

Infos zur Reise

Die Neuseelandreise 2020 beginnt am 7. Februar und endet am 27. Februar. Die Kosten pro Person betragen etwa 3600 Euro.

Informationen über die Reise 2015, die Pläne für 2020, viele Fotos und das Tagebuch sind im Internet auf der Seite www.neunzehnseeland.jimdo.com zu finden.

Kontakt zu Lothar Birzer kann per Mail unter bilo57@t-online.de aufgenommen werden.

Starten soll die dreiwöchige Reise am 7. Februar 2020. „Davor möchte ich gern ein paar Treffen der Reisegruppe organisieren, damit man sich etwas kennenlernen und Details besprechen kann“, sagt Lothar Birzer. Er weiß von einem Teilnehmer der ersten Reise, der wieder mitkommen möchte. Vielleicht haben auch die Vorträge, die nach dem ersten Neuseelandbesuch gehalten wurden, bei den Zuhörern die Neugier geweckt. Sie können sich über Lothar Birzers Internetseite anmelden und von ihm weitere Informationen erhalten.

Malte Behnk

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