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Nordwestmecklenburg Aufregendes Osterwochenende auf dem Alpakahof am Iserberg
Lokales Nordwestmecklenburg Aufregendes Osterwochenende auf dem Alpakahof am Iserberg
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18:12 30.03.2016

Was für ein Riesenüberraschungs-Osterei für die Familie Holter aus Hamberge: Am Ostersonnabendmorgen schlugen sie die Lübecker Nachrichten auf und fanden darin ihren Alpakahof als einen von mehreren ungewöhnlichen Ausflugstipps in der Region für die Feiertage. Und das war nicht alles — tatsächlich tauchten im Verlauf des Osterwochenendes Besucher auf dem Hof auf. „Glücklicherweise“, meint Marco Holter, „hatten wir über die Feiertage nichts vor und waren zuhause. Sonst hätten die netten Menschen vor verschlossenen Türen gestanden.“

Dabei hatten die Holters durchaus etwas vor an Ostern — aber eben auf ihrem Hof. „Der Scherer war da“, erzählt Marco Holter, „am Ostermontag haben vier unserer Tiere ihre Wolle verloren.“ Die Wolle der Alpakas wird für das Inlet von Bettdecken verwendet, die sogenannten Vier-Jahreszeiten-Decken, die man auf dem Hof der Holters kaufen kann. „Unter diesem Bettdeck schwitzt man nie und man friert nie“, sagt Marco Holter, „genau wie unsere Alpakas nie frieren oder schwitzen.“

Reinhard und Angelika Labahn aus Wismar hatten am Ostersonnabendmorgen ebenfalls sehr aufmerksam die Ausflugstipps in der Zeitung studiert und sagten sich: Interessant, Hamberge und den Iserberg kennen wir noch nicht — obwohl das gar nicht so weit weg ist. Und einen Alpakahof gibt es da auch noch. Also nutzten die Labahns den Sonnenschein des Vormittags und fuhren los, wie Angelika Labahn erzählt. „Mit Navi, denn ganz genau wussten wir nicht, wie man nach Hamberge hinkommt.“ Sie fuhren Richtung Grevesmühlen, dann Richtung Everstorfer Forst, durch den Wald, eine kleine, schmale Straße entlang und erreichten Hamberge und den Iserberg.

Weil die Labahns zunächst keinen Hinweis auf den Alpakahof finden konnten, fragten sie nach und gelangten schließlich an das Ortsende, wo der Hof der Familie Holter liegt. Alpakas sahen sie anfangs auch keine, nur das Schild am Hof, das auf die Tiere hinweist. Doch die Wismarer wollen partout nicht unverrichteter Dinge wieder losziehen — ohne auch nur einen Alpaka gesehen oder angefasst zu haben. Sie klingelten beherzt am Haus der Holters. Und tatsächlich, die Tür öffnete sich und die Hofbesitzer, vorgewarnt vom Artikel in der Zeitung, begrüßten die Gäste freundlich und führten sie auf die Anlage zu den Alpakas. Dabei erfuhren die Labahns, dass die Geburt eines kleinen Alpakas unmittelbar bevorstand.

Was schon spannend für die Osterausflügler aus Wismar begonnen hatte, wurde nun zu einem echten Abenteuer: Sie erlebten tatsächlich die Geburt des kleinen Alpakahengstes mit. „Schnell kamen die Vorderbeine und das Köpfchen heraus“, erzählt Angelika Labahn begeistert. „Der kleine Kerl steckte noch halb im Mutterleib und zappelte schon mit den Beinen. Er bewies von Anfang an ungeheuren Lebenswillen. Nach einer halben Stunde dann war er endlich da.“

Die Labahns werden den Alpakahof bald wieder besuchen, um zu schauen, was aus dem kleinen Kerlchen geworden ist.

Von Annett Meinke

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