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Nordwestmecklenburg Aus „Tannenkrug“ wird „Coffeefee“
Lokales Nordwestmecklenburg Aus „Tannenkrug“ wird „Coffeefee“
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20:19 29.12.2015
Kristel Vedadi freut sich über ihren in rot gehaltenen Verkaufstresen im Café. Quelle: Steffen Oldörp

Die Aufregung ist groß bei Kristel Vedadi und Bernd Gottschalk. Im kommenden Jahr eröffnen sie ein neues Cafe in Selmsdorf. Der Name: „Coffeefee“. Die nussbaumfarbenen Tische und mit Leder bezogenen Stühle stehen schon im Vorraum des ehemaligen „Tannenkruges“. Einen Raum weiter ist ein roter Verkaufstresen mit zahlreichen Glasplatten zu sehen. Von dort aus will Kristel Vedadi Brötchen, Brot, Kuchen, Torten, Kaffee und vieles mehr verkaufen.

Im Oktober 2014 hat Kristel Vedadi das 300 Quadratmeter große Anwesen gekauft. Nach einem Jahr Umbauzeit soll das neue Café in Selmsdorf am 18. Januar öffnen. Erstmals stehen Gottschalk und seine Lebensgefährtin aber schon am Silvestertag hinter dem Tresen — um „Berliner“ zu verkaufen. „Dann dürfen sich die Selmsdorfer alles angucken“, so Gottschalk. Auf der Facebook-Seite des neuen Cafés ist das Interesse bereits groß. Mehr als 1400 Besucher haben nach Angaben von Gottschalk reingeschaut. Deshalb seien er und seine Lebensgefährtin recht optimistisch vor dem Verkaufsstart — auch wenn vor gut anderthalb Jahren eine Bäckerei in Selmsdorf aufgeben musste. „Die Lage ist gut. Das Haus hat einen besonderen Charme und man hat die Gelegenheit, sich gemütlich hinzusetzen“, sagt Gottschalk.

Im Januar, Februar und März soll das Café ab 7 Uhr öffnen. In den Monaten danach von 5 Uhr an. Auch an den Wochenenden sind die Selmsdorfer und andere Gäste willkommen. „Wir freuen uns sehr, haben schon viele positive Rückmeldungen bekommen“, erklärt Kristel Vedadi strahlend. Seit Jahren schon backt sie Kuchen, Brot, Brötchen und kocht Marmeladen in ihrer Freizeit. Mit dem Café will sie ihre große Leidenschaft zum Beruf machen. Dafür hat sie ihren Job bei einem Optiker in Hamburg aufgegeben. „Klar ist das ein Risiko, aber ich habe richtig viel Lust mich selbstständig zu machen.

Auch, wenn es eine große Herausforderung ist“, sagt sie.

Selmsdorfs Bürgermeister Marcus Kreft (SPD) ist angetan von dem neuen Café: „Man sieht, mit wie viel Mühe die Räume des alten „Tannenkrugs“ wiederhergestellt wurden. Das macht uns sehr glücklich. Vor allem, weil dieses traditionelle Gebäude erhalten wurde.“ Kreft freut sich sehr, dass es mit dem neuen Cafe „einen zusätzlichen Treffpunkt mitten im Ort“ gibt. Auch Selmsdorfs stellvertretender Bürgermeister Udo Gutschke (Bürger für Selmsdorf/ BfS) ist glücklich, dass der „Tannenkrug“ nach Monate währendem Leerstand nicht der „Abrissbirne zum Opfer gefallen“ ist. Gutschke hofft sehr, dass die Selmsdorfer „das neue Cafe annehmen. Ich finde es gut, dass das Traditionshaus fast in seinem alten Charme erhalten geblieben ist“. Gutschke glaubt, dass Selmsdorf eine weitere gastronomische Einrichtung sehr gut vertragen kann. „Denn von der Einwohnerzahl her wachsen wir weiter. Und es kommt sicher auch dem Dorfleben zugute.“

In den kommenden Monaten will Bernd Gottschalk noch zwei Wohnungen ausbauen im alten „Tannenkrug“. Außerdem möchte er es Autofahrern besonders bequem machen. Bei ihrer Bestellung im Selmsdorfer Café

„Coffeefee“ müssen sie dann nicht mehr aussteigen, den Kaffee gib‘s am Fenster.

Die Lage ist gut.

Das Haus hat einen besonderen Charme und
man hat die Gelegenheit,
sich gemütlich hinzusetzen.“ Bernd Gottschalk, Café-Betreiber

Steffen Oldörp

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