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Nordwestmecklenburg Ausbau darf Straßen nicht schädigen
Lokales Nordwestmecklenburg Ausbau darf Straßen nicht schädigen
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21:10 11.09.2018
Klütz

Der von der Bundesregierung geforderte und finanziell geförderte Ausbau des Breitbandnetzes in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Montagabend den Stadtvertretern in Klütz vorgestellt. Sebastian Kosog, zuständig für Privat- und Gewerbekunden der Wemag, erklärte mit seinem Kollegen Mario Jeske, wie der Breitbandausbau in Klütz und seinen Ortsteilen vorbereitet und ab dem nächsten Jahr dann umgesetzt wird.

Bei der Vorlage von Karten der Ortsteile und deren für den Breitbandausbau förderfähigen Adressen fielen den Stadtvertretern einige weiße Flecken auf. Zum Beispiel trifft das auf eine Wiese in Christinenfeld zu. „Da gibt es ein großes Bauvorhaben“, sprach Stadtvertreter Uwe Swazina den geplanten Bau einer Ferienhausanlage der Firma Landal an. „Bebauungspläne, die demnächst umgesetzt werden, können beim Landkreis zusätzlich für die Förderung beantragt werden“, sagte Mario Jeske.

Auch Arpshagen ist so ein weißer Fleck. „Das ist einer unserer größten Ortsteile. Was ist da los?“, fragte Bürgermeister Guntram Jung (CDU). Einerseits könne das an dem Alter der Daten liegen, die für die Karten genutzt wurden. „Es kann aber auch sein, dass ein anderer Anbieter, eventuell die Telekom, dort einen eigenwirtschaftlichen Ausbau bereits angemeldet hat“, sagte Mario Jeske.

Tatsächlich bietet die Telekom in Arpshagen eine Übertragungsrate von bis zu 50 Mbit/s im VDSL-Netz ohne Glasfaserleitung. Im Ortsteil Oberhof bietet die Telekom auch bis zu 100 Mbit/s.

Mit dem staatlich geförderten Breitbandausbau sollen Haushalte angeschlossen werden, die unter einer Übertragungsrate von 30 Mbit/s liegen. Im Landkreis trifft das auf 41000 von 60000 Anschlüssen zu.

Sebastian Kosog erklärte in Klütz, dass sich die Mecklenburger relativ schnell entscheiden müssten, ob sie einen Vertrag über einen Internettarif bei der Wemag abschließen und damit einen kostenfreien Hausanschluss ans Glasfasernetz bekommen wollen. Dazu müssten aber bis 31. März 2019 Verträge geschlossen werden. „Danach kostet der Hausanschluss in der Bauphase 199 Euro, nach Abschluss der Bauarbeiten 1299 Euro - alles in Verbindung mit einem Internet-Tarif der Wemag“, so Kosog. „Die meisten haben bisher wohl einen Vertrag mit der Telekom oder einem anderen Anbieter“, sagt Guntram Jung. „Gibt es da besondere Kündigungsmodalitäten wegen des Netzausbaus?“, fragte der Bürgermeister mit Blick darauf, dass die Klützer nicht in einer Übergangslücke ohne Telefon und Internetanschluss sitzen bleiben sollen. Wer einen Vertrag mit der Wemag abschließe, wurde erklärt, könne den bis zu zwölf Monate in die Zukunft datieren lassen. So könne auch verhindert werden, dass doppelte Rechnungen an zwei Anbieter gezahlt werden müssten.

Eine weitere Sorge der Klützer Stadtvertreter gilt den eigentlichen Bauarbeiten beim Verlegen der Glasfaserkabel. „Wir müssen drauf bestehen, dass die Leitung nicht in der Straße verlegt wird“, sagte Angelika Palm. „Wenn das Pflaster aufgenommen wird, geht die Spannung verloren und alles ist hin“, sagte sie über die Kopfsteinpflasterstraßen der Altstadt. Die Genehmigung für Tiefbauarbeiten werde aber von der Stadt über die Amtsverwaltung erteilt. So könne man Einfluss nehmen. Allerdings müsste es in der Amtsverwaltung einen festen Ansprechpartner für die Wemag geben. „Das kann man eigentlich nicht nebenbei machen“, mahnte Peter Ellenberg an.

Mehrere Info-Termine

Anfang Oktober sollen die Haushalte Infopost

von der Wemag erhalten, die an das neue

Breitbandnetz angeschlossen werden können.

Zu Einwohnerversammlungen werden Mitarbeiter der Wemag kommen, um ausführlich über den

Breitbandausbau und damit verbundene Kosten

zu informieren. Voraussichtlich wird es in Klütz

und den Ortsteilen mehrere Versammlungen geben.

Wen die Wemag in die Ortsteile schickt,

wird mit Fotos und Namen bekannt gemacht.

Malte Behnk

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