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Nordwestmecklenburg Ausgewachsene Katze am Lottihof ausgesetzt
Lokales Nordwestmecklenburg Ausgewachsene Katze am Lottihof ausgesetzt
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22:12 14.05.2016

Entsetzen bei den Mitarbeitern des Lottihofs: Am Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr haben sie vor dem Hoftor einen Katzenkorb entdeckt und darin eine schwarze, ausgewachsene Katze vorgefunden. Sie sei völlig verängstigt gewesen, berichtet Christine Geburtig, Vorstandsmitglied im Verein Lottihof für Kinder und Tiere e.V..

Juliane Westphal, Mitarbeiterin auf dem Lottihof, fand die Katze.

„Irgendjemand wollte wohl seine Katze los werden“, sagt sie.

Auf diese Art und Weise sein Tier einfach wegzugeben, sei nicht nur gewissenlos, sondern auch strafbar. Wer sich ein Tier anschaffe, müsse auch die lebenslange Verantwortung übernehmen, mahnt der Verein, der in Seefeld den Hof betreibt. „Natürlich können im Laufe dieser langen Zeit private Lebenssituationen entstehen, in denen man dieser Verantwortung nicht gerecht werden kann. Dann sollte man sich aber auch die Zeit nehmen, um einen neuen, geeigneten Platz für sein Tier zu suchen“, appelliert Geburtig.

Bleibt als einzige Lösung nur die Abgabe in einem Tierheim, wünschen sich die Mitarbeiter des Lottihofs von den Haltern dennoch finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Kritik an fälligen Abgabegebühren weisen sie dementsprechend zurück. „Jeder der sein Tier artgerecht ernährt und tierärztlich versorgt hat, weiß, dass die Tierhaltung Geld kostet“, erklärt Geburtig. Wer seinen Vierbeiner weitergibt, spare an diesen Kosten. Das Tierheim habe diese allein zu tragen. „Und die erste tierärztliche Versorgung mit Impfung, Entwurmung, Flohmittel, Kastration und Chippen kostet dem Tierschutz etwa 180 Euro“, so Geburtig weiter. Danach würden aber längst nicht alle Tiere gleich wieder zu Personen vermittelt werden.

Die gefundene Katze muss der Lottihof nun an das Tierheim in Dorf Mecklenburg weitergeben. Denn die Einrichtung habe keine Möglichkeit, Katzen in der Erstaufnahme zu versorgen. Im Zuge dessen rufen die Verantwortlichen der Einrichtung alle Katzenbesitzer auf, ihre Tiere kastrieren zu lassen. „ Nur so kann man effektiv viel Katzenelend verhindern“, meint Geburtig. Denn im Tierheim wird die ausgesetzte Katze auf viele weitere Artgenossen treffen.

LN

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