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Nordwestmecklenburg Ausstellung zu Fluchtgeschichten im Grenzhus
Lokales Nordwestmecklenburg Ausstellung zu Fluchtgeschichten im Grenzhus
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20:24 27.05.2016
Zwischen Ratzeburger See und Elbe haben zu DDR-Zeiten mehrere Menschen versucht, über die Grenze zu fliehen. Quelle: Jens Büttner/dpa

Morgen um 11 Uhr eröffnet im Grenzhus die neue Sonderausstellung „18 Fluchtorte. Ratzeburger See bis Boizenburg 1976 - 1989“. Aus den Ermittlungsakten der Staatssicherheit wurden 18 exemplarische Fotos von den Fluchtorten an der innerdeutschen Grenze zwischen Ratzeburger See und Elbe ausgewählt. Sie verweisen zugleich auf 18 Schicksale von Menschen, die eine Flucht aus der DDR wagten.

Die Fotos bilden den Blick der Ermittler auf den Schauplatz des Geschehens ab und waren nie für die Öffentlichkeit bestimmt. Doch indem wir sie ausstellen, offenbaren sie weitere Aussagen. Die Bilder bezeugen die Abschreckung und Gewalt des DDR-Grenzregimes, aber auch den Eigensinn und Freiheitswillen vieler DDR-Bürger, der Enge und Bevormundung durch Partei und Staat zu entfliehen. Gegen die Träume, Hoffnungen und Verletzungen der Menschen ließen sich keine noch so hohen Zäune bauen.

Die Fotos werden durch einen Reader zur Ausstellung ergänzt, in dem die Schicksale der Menschen knapp skizziert sind. Elf der 18 Fluchten scheiterten. Die Menschen wurden verhaftet und einer starb durch eine Selbstschussanlagen. Es sind dramatische Geschichten aus der Zeit der deutschen Teilung, an die mit der Ausstellung erinnert werden soll.

LN

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