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Nordwestmecklenburg Ausstellung zur DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee
Lokales Nordwestmecklenburg Ausstellung zur DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee
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18:18 17.09.2016

Die Jugend galt in der DDR als Hoffnungsträger einer sozialistischen Zukunft. Die SED versuchte, junge Menschen von Kindesbeinen an ideologisch zu erziehen und ins politische System einzubinden. Die Ausstellung „Hoffnungsträger oder Staatsfeind?“, die am kommenden Donnerstag, 22. September, im Grevesmühlener Museums- und Vereinshaus eröffnet wird, beschreibt das Spannungsfeld der DDR-Jugend zwischen Mitmachen, Anpassen oder Aufbegehren. Zahlreiche Beispiele aus dem ehemaligen Ostseebezirk Rostock zeigen, warum und mit welchen Methoden die Stasi unangepasste Jugendliche verfolgte. Auch die zielgerichtete Werbung Minderjähriger als Stasi-Informanten wird thematisiert.

Zur Eröffnung der Ausstellung „Hoffnungsträger oder Staatsfeind? – DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee“ schildert Michael Heinz (BStU) konkrete Beispiele aus der Region Nordwestmecklenburg. Beginn ist um 19 Uhr im Luise-Reuter-Saal des Vereinshauses. Schulen sowie Kinder- und Jugendorganisationen spielten dabei eine wichtige Rolle. Aber nicht alle Jugendlichen ließen sich vereinnahmen.

Verstießen sie gegen die staatlichen Normen, trat oft die Geheimpolizei in Aktion. Im Auftrag der SED überwachte die Stasi unangepasste Jugendliche und verfolgte sie als „Staatsfeinde“.

Auch zu weiteren Fragen der Nutzung der Stasi-Unterlagen wie für die Rehabilitierung und Strafverfolgung sowie für Forschungs- und Medienanträge zur Aufarbeitung der Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle Rostock des BStU gern Auskunft. Das Beratungsangebot ist kostenfrei.

Infos: Öffnungszeiten: bis 30. September Montag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, Freitag und Sonnabend von 10 bis 14 Uhr; ab 1. Oktober Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, Donnerstag von 10 bis 12.30 und von 13 bis 17 Uhr, Freitag von 10 bis 14 Uhr. Die Ausstellung ist bis zum 14. Oktober zu sehen.

LN

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