Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Nordwestmecklenburg Bagger durchsieben Boden im Baugebiet
Lokales Nordwestmecklenburg Bagger durchsieben Boden im Baugebiet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:20 13.08.2016
Drei Bagger sind derzeit dabei, den Boden nach Munition „durchzusieben“. Das frühere Kasernengelände ist als Verdachtsfläche für Kampfmittel eingestuft. Mit einer Sonde werden Metallteile in der Erde aufgespürt. Quelle: Fotos: Haike Werfel (2), Lennart Plottke (1)

Die Arbeiten im Gebiet Lübsche Burg Ost haben begonnen. Drei Bagger sind dabei, den Boden zu „durchsieben“. Das ist die Voraussetzung dafür, dass auf dem rückgebauten ehemaligen Kasernengelände Wohnhäuser und Gewerbe entstehen können. Geplant sind 79 Eigenheime, bis zu 24 Reihenhäuser, dazu Mehrfamilienhäuser, Gewerbe, Parkplätze und Nahversorger.

Zur Galerie
Erschließung an Lübscher Burg Ost startet Ende September, Hochbau 2017 / Grundstücke zur Hälfte verkauft.

„Das Gebiet ist als Verdachtsfläche eingestuft“, sagt Manfred Schwarzer, Räumstellenleiter von der HMK GmbH aus Berlin. „Wir untersuchen den Boden auf Kampfmittel.“ Mit einer Sonde können Eisenteile aufgespürt werden. Mehrere Munitionsteile und eine scharfe Granate wurden bereits gefunden, sagt Schwarzer.

Etwa 40000 Kubikmeter Erdreich müssen mindestens 30 bis 50 Zentimeter tief bereinigt werden. Das wird etwa acht Wochen dauern. Anschließend, also ab Mitte/Ende September, soll die Erschließung beginnen. Dann werden die Versorgungsleitungen verlegt und Straßen gebaut. „Archäologische Funde oder Altlasten in den Böden werden nicht erwartet, das heißt, der Zeitplan bis September wird voraussichtlich sehr gut aufgehen“, informiert Knud Wilden, Geschäftsführer der W&N-Immobiliengruppe. Bis Mitte, Ende 2017, so schätzt Wilden, sollen plangemäß alle Baustraßen fertiggestellt sein und die Leitungen unter der Erde liegen.

Die W&N-Gruppe und die Lübsche Burg Ost Projekt GmbH entwickelten in Kooperation mit der Hansestadt Wismar das Vermarktungskonzept für das Baugebiet. Die ersten Parzellen wurden ausschließlich Einheimischen, vor allem Familien, zu einem vergünstigten Kaufpreis mit bis zu 20-prozentiger Ermäßigung angeboten. „Es ging darum, den ansässigen Familien vor dem offiziellen Vertriebsstart die Gelegenheit zu geben, sich Baugrundstücke frühzeitig zu sichern und eine gute Durchmischung des neuen Stadtgebiets mit Einheimischen und Zugezogenen zu erreichen“, erläutert Wilden. „Inzwischen haben wir Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet.“

Das Interesse an den Grundstücken sei groß. Mit der Baugenehmigung Ende Juni hätten die Verkäufe laut Wilden noch einmal deutlich zugelegt: Etwa die Hälfte der Parzellen seien bereits verkauft, bis Baubeginn würden annähernd alle Einheiten veräußert sein.

Die Grundstücke sind zwischen 434 und 1260 Quadratmeter groß. Der Kaufpreis für den erschlossenen Quadratmeter Bauland betrage zwischen 119 bis 149 Euro.

Ab September ist die systematische Erschließung der Grundstücke geplant, denn bereits ab 2017 sollen die ersten Hochbauarbeiten für das neue Stadtviertel beginnen können. Planungs- und Erschließungskosten für das Baugebiet übernimmt die Lübsche Burg Ost Projekt GmbH, ein Unternehmen der ABC-Immobiliengruppe Börgerende, die das Areal im Juni vergangenen Jahres erwarb.

Bürgermeister Thomas Beyer verweist auf die aktuelle Situation in der Stadt: „Wir arbeiten derzeit vermehrt daran, neue Wohngebiete auszuweisen, denn der Bedarf an Bauplätzen in Wismar ist deutlich größer als das Angebot. Mit der Erschließung des Wohn- und Mischgebiets Lübsche Burg Ost entsteht ein attraktives neues Quartier und ich bin mir sicher, dass sich die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner hier wohlfühlen werden.“

Zahlen und Fakten

98000 Quadratmeter umfasst das künftige neue Stadtquartier Lübsche Burg Ost. Das Areal liegt mitten im Grünen und doch zentrumsnah. Sein Gesamtwert beträgt 7,4 Millionen Euro.

Das familiengerechte Wohn- und Mischgebiet grenzt an Erholungsgebiete wie den Bürgerpark (Gelände der Landesgartenschau 2002) und das Köppernitztal mit dem 13 Hektar großen Tierpark. Das Gebiet ist etwa 1500 Meter zum Alten Hafen und zur historischen Altstadt von Wismar entfernt.

79 Grundstücke stehen für den Eigenheimbau zur Verfügung. Davon sind bereits 50 Prozent verkauft. Sie sind 434 m² bis 1260 m² groß.

119 Euro haben Einheimische für den erschlossenen Quadratmeter Bauland bezahlt. Dieses Modell ist bereits abgelaufen. Die aktuellen Kaufpreise betragen 139 bis 169 Euro pro Quadratmeter.

Interessierte Häuslebauer können sich am Sonnabend und Sonntag jeweils von 10 bis 13 Uhr im Verkaufscontainer vor Ort beraten lassen.

Kontakt: ☎ 0381/128741841

• Mehr: www.w-n-v.de/Immobilien an der Ostsee/Grundstücke Wismar

Haike Werfel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer mit dem Fahrrad oder dem Auto über die Insel Poel fährt, reibt sich in Vorwerk verwundert die Augen. In dem kleinen Ort zwischen Malchow und Gollwitz wird Landwirtschaft von anno dazumal betrieben.

13.08.2016

Der Autor Oliver Lück ist am Dienstag, dem 20. September, in der Hansestadt Wismar zu Gast.

13.08.2016

Acht Sänger in Mönchskutten bieten in Boltenhagen einen musikalischen Einblick in mittelalterliche Musik.

13.08.2016
Anzeige