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Nordwestmecklenburg Bahnhof statt Baracke: Ein Jugendtreff auf drei Etagen Mitarbeiter des Grevesmühlener Jugendzentrums stellten im Kultur- und Sozialausschuss ihr Raumkonzept für saniertes Gebäude vor
Lokales Nordwestmecklenburg Bahnhof statt Baracke: Ein Jugendtreff auf drei Etagen Mitarbeiter des Grevesmühlener Jugendzentrums stellten im Kultur- und Sozialausschuss ihr Raumkonzept für saniertes Gebäude vor
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20:36 16.03.2016

Zehn lange Jahre ist es her, erklärte Doris Lobatz vom Jugendzentrum Grevesmühlens den Mitgliedern des Kultur- und Sozialausschusses der Stadt, „dass wir die ersten Gespräche zum neuen Jugendtreff im Bahnhof geführt haben.“ Inzwischen steht das Konzept für die Innen- und Außenräume des neuen Jugendbahnhofs — und nun bleibt nur noch abzuwarten, wann die Jugendlichen und ihre Betreuer denn tatsächlich endlich Leben in das alte Gemäuer bringen können.

Doris Lobatz, JuZ

Im ersten Obergeschoss wird sich „der Clubraum — das Herzstück“ des Jugendzentrums befinden, wie Doris Lobatz erklärte. „Hier können die Jugendlichen chillen (sich ausruhen), Musik hören.“ Gemütliche Sitzecken wird es geben, Regale mit Tischspielen.

Rückzugsorte für Gruppen von Kindern und Jugendlichen spielen eine wichtige Rolle im Konzept des Jugendtreffs. Im Flurbereich im ersten Stockwerk soll es einen Kickertisch (Tisch-Fußball-Spiel) geben. Auch Airhockey (Tisch-Hockey-Spiel) kann gespielt werden. Die Kids sollen lernen, in einem Raum zu sein und dennoch jeweils eigenen Interessen nachzugehen. Auf eine Art und Weise, die Rücksicht nimmt. Das Vermitteln von sozialem Verhalten, betonen Doris Lobatz und ihre Kollegin Christiane Goerke, spielt eine große Rolle im Jugendzentrum.

Zum Beispiel auch in der Teeküche, die sich gleichfalls im ersten Stockwerk befinden wird. Hier können die Jugendlichen sich einen Snack aufwärmen, Tee kochen, Kleinigkeiten zum Essen oder Trinken zubereiten. „Da müssen wir dann nicht immer mit dabeistehen“, sagte Lobatz. „Die Jugendlichen können selbständig einen Wasserkocher oder einen Backofen bedienen und hinterher das benutzte Geschirr wieder abwaschen.“ Auch ein Computerraum ist geplant. In dem soll nicht nur gespielt — auf gar keinen Fall „Ballerspiele“, wie Goerke und Lobatz betonten — sondern vor allen Dingen Medienkompetenz vermittelt werden. „Wie wird ein Passwort erstellt zum Beispiel“, sagte Lobatz, „eben nicht Vorname und 1,2,3 dahinter.“ Auch, wie man mit den sozialen Medien umgeht, mit den Daten, die man von sich preisgibt.

Es wird einen Billardraum geben, in dem die Jugendlichen sich ohne Aufsicht aufhalten können, für den sie eigenverantwortlich gegen ein Pfand den Schlüssel ausleihen dürfen. Billardtische, die sie vernünftig behandeln, und einen Raum, den sie so verlassen müssen wie sie ihn vorfinden. „Im Billardraum werden die Älteren unter sich sein“, erklärte Christiane Goerke.

Im Erdgeschoss ist ein großer Mehrzweckraum und eine Küche geplant. „Den wollen nicht nur wir nutzen“, so Doris Lobatz, „sondern für die Vereine in der Stadt für zum Beispiel Feiern anbieten.“ Auch eine Werkstatt im Keller ist eingeplant.

Bislang befindet sich der Jugendtreff in der Baracke an der Bürgerwiese. Doch die soll abgerissen werden, da die laufenden Kosten und die Reparaturen an dem Gebäude ausufern.

Von Annett Meinke

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